GodisaDJ

August 11, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

God is a DJ

oder auch: „Es sollte immer Musik da sein“, wie Richard es so schön sagte.

3 Tage lang Chillen, tollen Livebands lauschen und vor der Bühne mit vergnügten Menschen abhotten. Paradiesische Zustände auf dem Lott-Festival in Raversbeuren.

Direkt schon am ersten Abend zauberte mir eine Band fast Pipi in die Augen.
Bauchklang 
Drum and Base, Dup Step, oder wie man ihre Musik bezeichnen mag, alles Mundgeblasen von überragenden Beatboxern. Nichts kam irgendwo vorgefertigt aus einen Synthesizer oder ähnlichem. Die Stimmen bauen wundervoll auf einander auf, fließen ineinander und steigern sich ins Unermessliche. Man muss das einfach live erleben!!! Meine Endorphine liefen auf Hochtouren, mein Körper musste zappeln, ich schloss die Augen, hob mein Näschen in die Luft, ließ mich weggleiten. Ich schwebte im 7 Himmel und war „auf Musik“. DAS ist es was Musik mit uns macht.
Wusstet ihr, dass die Musik wahrscheinlich schon da war, bevor wir überhaupt anfingen eine richtige Sprache zu entwickeln?! Spürt ihr nicht auch manchmal, dass Musik eine viel tiefere Sprache ist, als das gesprochene Wort? Das sie einen so unendlich tief trifft, dass da etwas berührt wird, was älter ist als alles woran wir uns erinnern, was noch aus Urzeiten stammt. Für mich ist Musik eine Droge. Wer braucht schon Rauschmittel, wenn er sich einfach ein gutes Stück Musik durch seine Synapsen ziehen kann, wenn er seinen Körper in die Klänge stürzen lässt bis dieser von ganz alleine zum Rhythmus dahingleitet und nicht mehr zu stoppen ist, der Kopf geht aus, das reine, pure Lebensgefühl an und schwebt nur noch dahin.
Wie habe ich das vermisst.
In Discotheken kann man sich davon schon einen kleinen Schub holen, aber auf einem Festival, mit den richtigen Menschen um sich herum, mit großartigen Bands und einer ausgelassenen fröhlichen Grundstimmung, die über alles hinweg wabert, da ist der Rausch einfach nur einmalig.
Ich glaube, dass Musik UNSER Instrument ist um Menschen zu verbinden. Es ist unser Instrument zur Liebe, zur Verbundenheit, der Weg zu dieser inneren Freiheit, da wo alles in Ordnung ist. Naja vielleicht ist es einfach auch nur unsere Melodie des Balztanzes um das Paarungsritual einzuläuten 😀

Die meiste Zeit verbrachten wir dieses Wochenende chillend auf unserer Decke auf der Wiese vor der Bühne.
Ich liebe das Lott-Festival für seine alternative Art. Hier kann man einfach sein. Keine Ordner, keine Abgrenzungen. Unsere Ravioli haben wir direkt vor Ort vor der Bühne gekocht, auch unsere Getränke konnten wir mitnehmen. Morgens wird gemeinschaftlich aller Müll aufgeräumt, wobei sich da ehr die kleinen Gäste für engagieren. Hier lernt man, wie man sich auf einem Festival zu verhalten hat, hier ist quasi die Erziehungsstation für alle weiteren Festivals 😀
Verköstigt haben wir uns trotz der Kochfreiheit vor den Bühnen Hauptsächlich an den Ständen, das Essen war dort einfach viel zu lecker und abwechslungsreich und auch noch zu rund 80% vegetarisch bzw. sogar vegan. Die Getränke supergüstig und die Essenpreise ebenfalls sehr angemessen.

Das absolut Besondere am Lott-Festival ist das Grundkonzept. Alle Einnahmen gehen als Spende an ein Behindertenwerk, alle Helfer sind ehrenamtlich unterwegs. Für drei Tage Vollproamm zahlt man nur 30€. Und so neben all diesem krass positiven Engagement, ist es für mich auch noch einfach das gemütlichste Festival, was ich kenne, auf dem man jedes Jahr wieder mit genialen Bands überrascht wird.

Neben dem eigentlichem Gelände gibt es auch noch ein Waldstückchen mit einer Cocktail-Salsabar und einem süßen, beleuchtetem Waldpfad.

Bei Yes Sir Boss musste ich mein gechilltes Popöchen dann auch endlich mal wieder erheben und mich in die hüpfende Menge stürzen, nächster Adrenalinkick. Partystimmung pur. Barfuss durch den Wiesenstaub hüpfen, einfach uuunbezahlbar!

Bei Gasmac Gilmore  sprach ich dann eine Zwangshandlung an Richard aus, der mich zum Tanzen begleiten musste. Diese Band hatte ich mir auch schon zu Hause ausgeguckt und war dann vor Ort noch wesentlich begeisterter. Einfach nur Musik vom Feinsten, die Jungs wissen was sie tun und wie man Stimmung macht. Da musste man hüpfen, fliegen und sich schütteln, ging nicht anders.

Der große Act danach Skindred  hat mich persönlich dann eigentlich nur noch gelangweilt, auch wenn dort wesentlich mehr Publikum am toben war, ich fand sie ehr monoton und einfallslos, vor allem noch den ausgefeilten Gasmac Gilmore, die es verstehen besondere Spitzen zu setzen und somit eine echte Spannung aufbauen, bei der man sich ständig fragt, wie dieser Song wohl weiter geht.

Mitten im Konzert von Skindred  dachte ich mir dann so nebenbei: „Hey wäre doch super nett, wenn der süße Sänger von „Yes Sir Boss“ auch hier im Puplikum stehen würde.“ Ich schaute mich um.. uuund, na wer stand da direkt neben mir? Sänger und zwei weitere Mitglieder von Gasmac Gilmore. Nun gut, nicht ganz ins Schwarze getroffen, ich muss das mit dem Wünschen beim Universum noch ein wenig üben, aber cool wars allemal, dass die Jungs da quasi auch noch ein bissl Konzert genossen 🙂

Unser kleines Highlight am Sonntag war dann wohl irgendwann der Abstecher in den Wald. Es war einfach zu heiß in der prallen Sonne. Ich glaub ich hatte schon nen leichten Stich im Hirnkasten und genoss die frische, schattige Luft im Wald, das Rauschen der Blätter, die sanfte Hintergrund Musik des Festivals. Ein super schöner Ausklang.
Tiefenentspannung pur und rauschhafter Musikgenuss. Ich brauchte dann doch den kompletten Montag um irgendwie wieder im Alltag anzukommen. So ein rauschhaftes Chillwochenende könnte ich mir öfter mal durch meine Venen jagen.

Danke für dieses wundervolle Wochenende. Danke Richard, danke Lott, Danke lieber Sommer, dass du an diesem Wochenende so viele Sonnenstunden hattest.

Gasmac Gilmore haben übrigens auf dem Festival mal eben noch nebenbei ein Musikviedeo gedreht 😀

Und ein Konzertfoto gabs auch noch. Richard und ich schreien da irgendwo drauf rum. Suchbildchenfunktion 😉

Hier noch ein kleiner Artikel, der in der Rhein-Zeitung zum Festival erschien:
„Die Lott ist jung wie nie“
Da gibts dann auch ein paar Bilder vom Festival. Ich hab dieses mal keine Bildchens gemacht, sondern lieber alles direkt pur genossen 😉

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„Ist schon schön hier, die Stadt“ eine Kosten-Nutzen-Rechnung

Juli 14, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Blick über die funkelnde Stadt, die  Nase im lauen Lüftchen einer Sommernacht., ein Lächeln auf den Lippen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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„Ist schon schön hier, die Stadt“ höre ich ihn zu ihr sagen. Sie sitzen neben mir. „Jap, ist es!“, denke ich und lächle weiter vor mich hin.
Diese heimliche Stille des Festungsplatzes, das schummrige Licht, ich kann das alles einfach so einatmen.
Im Hintergrund spielen die Bands des Horizonte Festivals. Es müssen um die 3000 Besucher hier sein. Aber der Festungsplatz ist nur leicht besucht, von jenen die auch etwas Ruhe genießen wollen.

Nach dem ich für diesen Abend keinerlei Begleitung fand, überlegte ich alleine zu gehen. Nur ist mir heute so gar nicht nach Alleinsein. Aber wer weiß – wen man so trifft, oder es sich schlussendlich anfühlt.
18.00 Uhr wollte ich die Seilbahn hinauf zu Festung betreten, nur kurz noch meinen Auftrag zu Ende bringen.
Der Auftrag ist fertig. 16:00 Uhr, ich kuschle mich ins Bett, habe Lust zu lesen (Social Media boom) . In meinem Köpfchen male ich mir einen Abend allein zu Hause mit Buch, Katzies und feiner Musik, aus. Es fühlt sich nach einer relativ guten Alternative an. Allein allein zu sein ist meist nicht so verzehrend, wie unter Tausenden allein zu sein.
Ich schlafe ein.
19:00 Uhr, ich wache auf.

Kosten-Nutzen-Rechnung:
Seilbahn, Hin-und Zurückticket 8€, Festivalticket 12€ = 20€. Naja, wenn ich um 20 Uhr oben bin, immerhin 4 Stunden.
Ich schlafe ein.
20 Uhr. ich habe keinen Bock auf den x-ten tollen Sommerabend allein zu Hause oder überhaupt darauf ihn drinnen zu verbringen. Die letzte Woche bot sich einfach keine Möglichkeit um mit Freunden raus zu gehen.

Kosten-Nutzen-Rechnug…

ach scheiß drauf. Scheiß Geld, du lebst nur ein Mal!!
Ich springe unter die Dusche im Schnellwaschgang, schmeiß mich in irgendwelche Klamotten, sammle meine Kamera zusammen. Schwinge mich auf mein Fahrrad.
Als ich in der Seilbahn sitze mag es so 21:15 Uhr sein. es spielt keine Rolle mehr, ich bin auf dem Weg in einen Abend nicht zu Hause.

Kosten-Nutzen-Rechnug?
Nö, aber eine kleine Freuung als das Bahnticket nur noch 6€ kostet (Abendtarif ab 18 Uhr) und mir die wirklich süße Verkäuferin einen schönen Abend wünscht, nach dem sie mir auf meine Frage hin erzählt, dass die Bahn bis 1:30 zurück fährt. Also DICH hätte ich gerne mitgenommen!
Ich höre zwei tolle Bands, sehe zwei, drei bekannte Gesichter, knipse ein paar schöne Fotos, hole mir ein Käffchen und einen leckeren Crépes mit Apfelmus und ganz viel Zucker und Zimt, sitze nun am Rande des Festungsplatzes, blicke auf die Stadt, schreibe einen Roman in mein Notizbüchlein und bin glücklich.

Kosten-Nutzen-Rechnug
Es ist scheiß egal, ob du für dein Geld 7 Stunden Vergnügen bekommst, oder „nur“ die letzten 3. Genieße einfach das was ist, dann hast du keine Kosten mehr.

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mein Heimweg gleicht aktuell übrigens einem der vielen Wege in einem Freizeitpark. Eine kleine Behilfbrücke unterhalb der Balduinbrücke, die momentan saniert wird. Ich finds so krass schön!

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Pain of Salvation

November 5, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein so oft kopierter Song, aber diese Version ist einfach pure Gänsehaut und man möchte die Augen schließen, die Arme ausbreiten und sich einfach nur im Klang wiegen und träumen 🙂

Pain pf Salvation . Hallelujah

Am 1. Dezember geben sie ein Konzert in Köln zusammen mit Opeth!!!!

Wo bin ich?

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