Numb

August 4, 2016 § 7 Kommentare

Es gibt Momente, in denen sehne ich mich so sehr danach schwach sein zu dürfen, mich wie ein zitterndes Kätzchen in den Schoss eines geliebten Menschen einrollen zu können, sanft gestreichelt, gehalten, aufgefangen, festgehalten an diesem Ort, an dem das Atmen wieder leichter wird, ich zur Ruhe kommen kann.

Ich fühle mich taub, verliere meine Verbindung, meine feinen Antennen quittieren ihren Dienst, ich bin irgendwie halb, oder durchsichtig für mich selbst und doch so erstarrt und rau, evtl ja wie dickes Glas, nicht wirklich zerbrechlich, aber durchscheinend und leer.

Ob das gut ist?

Gibt es etwas schlechtes in dieser Welt? Müssen wir werten?

Alles ist Lebendigkeit, alles ist Leben, alles ist hier um erlebt zu werden. Wobei ich sagen muss, dass ich mich nicht sonderlich lebendig fühle, ehr fremd.

Ich stolpre, falle, suche nach Halt, weine, steh auf und lache. Ganz schön verrückt, wenn man sich so selbst beobachtet.

Aber ist es nicht auch wunderschön? All das in einem einzigen Menschen, in einem einzigen Herzen, ein ganzes Universum an Nuancen, kleinste Perlen, tief vergraben und jetzt doch da.

Ist taub ein Gefühl? Wohl das unfühligste Gefühl welches ich kenne. Aber dieses emotional Getrenntsein von den Menschen, die ich liebe, von der Welt wie ich sie sonst kenne, zeigt mir wie reich sie doch generell ist, wie bunt und aufregend. Vielleicht kann ich hier selbst zur Ruhe kommen, mit mir, in der Mitte des Orkans, hier wo es plötzlich so ruhig ist, dass ich mich selbst kaum noch zu hören vermag…

„Where there is ruin. There is hope for a treasure.“
– Rumi

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Ich bin nicht die anderen :D oder Fahradleuchtenerleuchtung

Januar 11, 2016 § 2 Kommentare

Da ist es, das Jahr 2016 und 10 Tage haben wir schon  🙂
Habt ihr euch etwas vorgenommen?
… ich mag kürzer treten, langsamer machen um damit wieder mehr ich zu sein, was prompt auch dazu führt, dass ich wieder schreiben kann.
Oh und: tu das was dich glücklich macht und verpass nicht wieder die Hälfte, weil du zu müde von der Arbeit bist.

Ich kann nicht gut schreiben wenn ich mich einfach nur hinsetze um zu Schreiben und schon gar nicht, wenn ich viel um die Ohren habe.
Gerade stehe ich in meiner Küche, brutzle mir aus den Resten meiner Schränke irgendetwas gesund Anmutendes, das Notebook auf meinem Wäscheständer und ich davor… so ein Stehpult hat was 🙂

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Katzenküchenschreibspaß 🙂

Katzenküchenschreibspaß 🙂

Die Gedanken fließen mir am leichtesten zu, wenn ich Musik höre und mich bewege.. Fahrradfahre, Aufräume, Koche, Spazierengehe, oder auch wenn ich einfach nur  so da auf meiner Couch rumsitze und gar nichts tue, voll die bereichernden Momente, nicht immer schön, wenn man gerade schmerzliche Zeiten durchmacht, aber die Art wie ich gerne bin.

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Veganfoodporn.. naja 😀

Veganfoodporn.. naja 😀

Das alles bringt mich immer und immer wieder zu der Frage:

„Was tust du da eigentlich, wenn du doch so genau weisst, was dir gut tut, wie du leben möchtest? Wieso nur machst du so oft das Gegenteil davon, wieso arbeitest du von einem Zusammenbruch zum nächsten…“ darüber kann ich nen ganzen eigenen Artikel schreiben. Schlussendlich sogar mal wieder die Essenz aus dem der Name „Zeitrauschen“ entstand 😉

Die Frage ist doch für WEN tue ich hier eigentlich WAS?
Ich weiss es gibt viele Künstler, Fotografen etc. die können das, die arbeiten 24/7 und sind dabei wahnsinnig kreativ, produktiv, anerkannt, erfolgreich und sehr sehr gut.
Aber ich bin einfach nicht die anderen und ich mag es auch nicht mehr versuchen, ich funktioniere so nicht. Jeder Mensch sollte seinen eigenen Weg in dieser Welt finden dürfen.
Es war Kant der all seine großen und kleinen Ideen auf endlosen Spaziergängen fand. Ich finde meine Kunst und meine Antworten nur in der Stille und vor allem aber finde ich nur dort MICH SELBST!!!
Nach so vielen Jahren Rumgestolper, Angst, Panik, Suchen, Sehnen, Fluchen, Schreien ist es das Schönste sich selbst zu sehen, mit sich selbst sein zu können, sich nicht mit all dem was diese Welt an Ablenkungsmanövern und Amüsement zu bieten hat von sich abgetrennt und stetig im Aussen zu befinden.
Manch einer wird sicher jetzt fragen:
“Ja und? Was ist denn dieses „Bei dir sein?“ Was bringt dir das? Wofür brauchst du das?“
Es bringt mir inneren Frieden, Freiheit und am Ende vielleicht die Gelassenheit nicht mehr auf alles vorgeprägt zu reagieren, nicht mehr überall seinem Senf dazu geben zu müssen, nicht auf Aufmerksamkeit und Gunst anderer angewiesen zu sein, sondern zu SEHEN was ist und in Ruhe Entscheidungen und Worte zu treffen.
Ich möchte alles was ich bin und tue nicht tun um dieser Gesellschaft gerecht zu werden, sprich Geld zu verdienen und erfolgreich zu sein „Nur wenn du etwas hast, bist du was!“

Ich habe mich!
Hier bitte schön :)!
Das ist es was ich geben kann und möchte.
Das mit dem Geld/Geldverdienen ist halt ne ziemlich dumme Sache.
Ich werde die Fotografie auch ganz sicher nicht aufgeben und auch für die Zeiten der Muse brauche ich Geld. Ich glaube unter ner Brücke mit trocken Brot zwischen den Zähnen lässt sich ne Muse auch nicht wirklich einladen…
Ich will damit nicht sagen, dass ich mich nur noch auf die faule Haut legen will, aber irgendwie ist einer der häufigsten Sätze , die ich höre:“Mensch Isa, du bist aber auch ständig auf Achse, kann sich nicht einfach mal jemand auf dich drauf setzen, damit du die Füße still hältst!?“
Ja kann jemand machen.. ich mach das jetzt :D!
Ich glaube wir sind nicht hier um ständig in Arbeit unter zu gehen, wir sind hier um zu Leben, uns gegenseitig zu bereichern, in Verbindung zu treten und wertvolle Zeit miteinander zu verbringen und vielleicht diese Welt zu einem schöneren Ort zu machen.
Und ja, genau das brauche ich auch für meine Fotografie 🙂

Ich überlege die ganze Zeit ob ich das hier überhaupt überlegen und posten sollte.
So öffentlich, mein Leben.
Aber ich mag mein Leben, meine Gedanken, meine Täler und Stolpersteine.
Caro sagte vor einer Weile zu mir:“Klar Isa, schreib darüber, schreib über dein Leben, über deine Ängste, es hilft anderen Menschen, trau dich!!“
Und schlussendlich habe ich doch genau aus diesem Grund vor einigen Jahren „Zeitrauschen“ (also diesen Blog) ins Leben gerufen.

Manchmal denke ich evtl bringt es ja wirklich dem ein oder anderen ein Lächeln, einen neuen Gedanken, Zuversicht :)…
aber ist es wirklich so?
Warum bloggen so viele Menschen, worüber bloggen sie, was bringt es anderen ihre Zeilen zu lesen?
Ich mag die persönlichen Blogs, direkt aus dem Leben.  Sie sind einfach inspirierend.
Und was ist schöner als anderen Inspiration sein zu können?!

So, mal sehen was es hier in diesen 10 ersten Tagen alles Schönes gab. Mir kommts grad schon wie ein ganzer Monat vor, so viel ist passiert.

Gehört | mein aktueller Lieblingssong. Das Gefühl welches er für mich transportiert ist so Isa 🙂 der Text passt für mich nicht so ganz.
Mein Song um mit ausgebreiteten Armen, der Nase im Wind auf meinem Fahrrad über die Strassen zu fliegen und das Leben einzuatmen! Er ist so schwebend und tragend mit einer winzigen Prise Melancholie.

Kennt ihr das, diese tief glücklichen Momente, die so sehr ins Herz treffen, dass sie einen weinen lassen möchten und man diesen winzigen Punkt da irgendwo in sich spürt, der weh tut und einem ausschweifende Bilder und Worte schenkt?! Das ist Leben 🙂

 

Gekocht | Hier eines meiner „Uh, ich hab irgendwie nix mehr zu Hause, mal sehen was wir da jetzt zusammengebastelt bekommen“ Gerichte 😀

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Minzspinat mit Zitronensojajoghurt

Veganer Minzspinat mit Zitronensojajoghurt

TK Spinat und daneben fanden sich noch tiefgekühlte Minzblätter, hmm ein Versuch wert. Vollkornreis fand sich auch noch und der Oberhammer oben drauf: Zitronensojajoghurt. Hey, in Indien isst man ständig Joghurt auf seinem Gemüse 😀 l
eichte Isaische Geschmacksentgleisung, aber ich fands megast lecker!!

Geknipst |
Kaaaatziiiiies ❤

 

Torben Fugger And The Van Men


Gebastelt | eines meiner Urlaubsfotos von Mallorca gepaart mit Rumi, einem ganz wundervollen Sufi, Mystiker und Dichter..

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Raise your words

 

Geschafft | Ich hatte schon Anfang Dezember meine facebookapp samt Massenger vom Handy geschmissen. Dummerweise fiel mir irgendwann ein, dass man über den Browser ja auch auf faceebook zu greifen kann…Hallo Selbstverarschung!!
Aber ich hab meinen Aufenthalt auf eben dieser nervigen Seite hier extrem reduziert und das ist sowas von entspannend..

Meine erste rote Boulderoute. Bääämerääääm 🙂 🙂 🙂 (also das ist Schwierigkeitsgrad im Kletterbreich 6a bis 6b+, oder für Unkletterer: es ist schwierig und für mich der nächste Grad an dem ich aktuell knabbre)

Gekauft| endlich mal Licht fürs Fahrrad.
Und dabei noch eine kleine Erleuchtung gehabt:
Ich fuhr nun wieder ein mal Monate lang ohne Licht, was dazu führte, dass ich sehr sehr achtsam fuhr, achtsam für mich und die anderen, die mich nicht sehen können (ich weiss, ganz dumm von mir!!).
(irgendwas stimmt hier grad nicht mit der Schrifftarbe.. bekomm ich grad net hin.. egal :D)

Nun mit dem Licht merkte ich, dass ich weniger aufmerksam wurde…
Ist es mit uns Menschen auch so?
Gehen wir davon aus, dass wir nicht gesehen werden, sind wir wachsamer, schauen genauer hin was mit den Menschen um uns geschieht, schauen wie wir gerade in das Gesamtgefüge passen, wie wir bewusst agieren können, nehmen bewusster wahr, sind achtsam und wach um wahrzunehmen ohne die Erwartung, dass sich die Welt um uns dreht, weil wir wissen, dass wir nur ein kleiner „Fahrradfahrer“ in der Dunkelheit des Lebens sind (das soll nicht düster klingen ;)!)
Desto mehr wir immer wieder im Mittelpunkt stehen, desto mehr Menschen wir kennen, desto mehr wir von allen möglichen Leuten gekannt, erkennt und gesehen werden, desto unachtsamer werden wir, desto mehr erwarten wir wirklich GESEHEN zu werden, desto größer werden die Erwartungen, die anderen mögen sehen was man braucht, erkennen was fehlt…??
Man ist so sehr im Aussen, dass man aufhört Selbstachtsamkeit zu üben und reifen zu lassen.
Es ist so wichtig in erster Linie sich selbst zu erkennen, zu spüren wer man ist, was mach braucht und Selsbstfürsorge zu tragen. Dann kann man viel freier strahlen. Das eigene Licht nutzen um sich selbst und andere zu bereichern, denn jeder hat seinen eigenen kleinen Kampf auszutragen und übersieht gerne mal was mit den anderen vor sich geht. Ein offenes Herz und ein offener Blick entsteht erst, wenn du bereit bist von Aussen nach Innen zu treten und von dort aus „erwachst“, die Welt wach wahrnimmst.

Gefreut | über so viel wunderbaren Zuspruch von Freunden, Fotografen, Musikern. Ich bin so durchflutet von Liebe, dass ich platzen möchte und so unendlich dankbar für die Menschen in meinem Leben, unseren Austausch, dafür was gerade einfach so immer wieder passiert:

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that’s fucking good life 😀

 

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Ohhhh Gottogott ❤ Das macht mich so umwerfend glücklich!!!

 

Getroffen | Meine liebste Jenny, direkt schon am ersten Tag des Jahres im wunderbaren Eifelblock (Boulderhalle). Nicht dass wir uns einen Tag vorher gesehen hätten, fielen wir uns doch wieder um den Hals als wäre es Monate her. Gibt es auf dieser Welt Schöneres als mit seinen Freunden so verbunden zu sein?
Meine liebe Lena und das auch noch direkt zwei Mal. Da hab ich sie doch einfach auf das sehr feine Konzert von Torben Fugger and the Van Men entführt und es damit endlich geschafft diese großartige Band wieder zu sehen nach dem ich all die letzen Konzerte verpasst habe. Das war die eins A Umsetzung meines Vorsatzes für dieses Jahr: tu das was dich glücklich macht und verpass nicht wieder die Hälfte, weil du zu müde von der Arbeit bist.
Und dann noch Samstags nach zwei 10 Stundenschichten in der Möbelmontage die Nacht durchgetanzt. Das wurd aber auch echt mal wieder Zeit. Bis auf die Kieferschmerzen, die Rippenschmerzen beim Lachen, dem blauen Fleck an der Hüfte vom wilden Pogen und dem stöhnenden Kater *lol* hat das echt mal gut getan 🙂
Ganz zufällig meinen engsten Schatz Jürgen, der mit Olli (unserem alten Mitbewohner.. viel, viel zu lange nicht mehr gesehen) im Starbucks saß, wo ich gerne alleine rumsitze und schreibe, plane, meine Auszeit nehme.
Und probt von Olli  wieder mal schöne Gedanken eingepflanzt bekommen und ne Buchempfehlung:

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So denken Millionäre

Wird ja wohl mal Zeit dass ich für meine Arbeit Geld nehme, oder :D?! Damit ich mir Zeit kaufen kann 😀

Geärgert | hab ich mich geärgert? Gerade ärger ich mich über meinen Kopf der nicht mehr recht funktionieren will und ziemlich Gedankenleer ist. Prinzipiell ne großartige Sache aber nicht wenn man schreiben will.
Geklickt, Gelesen, Gewünscht usw. hab ich auch so einiges, aber an dieser Stelle gibt mein Kopf nix mehr her.

Oh doch:
Gewünscht | dass ich dieses Jahr so weiter mache wie ich es begonnen habe. Ist schön so!

Wir sagen tschüss bis zum nächsten mal 😀
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Wir Zwei ♥

Februar 1, 2014 § Ein Kommentar

Wir Zwei.

Es gibt kaum etwas, was mir so viel bedeutet wie du und kaum ein Wissen, welches so schwer wiegt, wie die Gewissheit, dass wir zwei zusammen einfach nicht funktionieren.

Ich liege in meinem Bett, das Kissen tränengetränkt.
Ich vermisse diese Momente mit dir. Diese Momente in denen wir einfach nur gelacht haben, uns völlig albern durch die Wohnung jagten, uns in den übelsten Dialekten den großartigsten Schwachsinn um die Ohren pfefferten, wir kaum noch Luft bekamen und wir uns einfach nur zusammen mit unserer Verrücktheit amüsierten.
Diese Momente in denen wir ganze Tischrunden zum Lachen brachten, weil wir einfach nur WIR waren.
Wir hatten diese Momente!

Du hast mich aufgesammelt, meine Scherben sortiert und sie mit mir gemeinsam zu einem wunderschönem Mosaik zusammengesetzt.
Und dann hattest du Angst ich könnte wieder zerbrechen. Wenn ich Angst hatte zu springen, bist du für mich gesprungen. Wenn ich Angst hatte meine Flügel auszubreiten, hast du sie mir gestützt und wenn ich genug von dieser Welt hatte, hast du deine warmen Arme schützend um mich gelegt.
Aber ich möchte richtig fliegen können, ohne Stützkrücken, mich selbst in den Abgrund stürzen und sehen was passiert und wenn mir diese Welt zu viel wird, dann möchte ich selbst mir ein Zufluchtsort sein können, an dem ich Ruhe finde.

Ich hab dich aufgelesen, dich aus deiner digitalen Parallelwelt gezerrt, dir  neue aufregende Welten gezeigt.
Ich wollte nur, dass du deinen Träumen folgst, egal was du tust, aber tu es doch einfach.
Wenn du nicht konntest und gefallen bist, dann stand ich da und trieb dich an.
Ich wollte, dass du selbst dir deine Stütze bist. Ich konnte sie nicht ertragen, diese schillernd bunten , großartigen Flügel, die schlaff und ungenutzt an dir herunterhingen. Du wolltest sie einfach nicht aufspannen und mir brach es das Herz.
Du brauchtest jemanden, der dich in den Arm nimmt. Ich wollte, dass du allein laufen lernst, aus eigener Kraft.
Wie gerne würde ich dich jetzt in meine Arme nehmen, dir sagen, dass ich an dich glaube und alles gut wird.

Mein Kissen, tränennass.
Es tut gar nicht so sehr weh, es wiegt nur 1000 Meilen schwer, dieses Wissen, dass wir zwei zusammen einfach nicht funktionieren und dass wir ohne einander viel besser laufen können.

True Colours

„Ist schon schön hier, die Stadt“ eine Kosten-Nutzen-Rechnung

Juli 14, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Blick über die funkelnde Stadt, die  Nase im lauen Lüftchen einer Sommernacht., ein Lächeln auf den Lippen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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„Ist schon schön hier, die Stadt“ höre ich ihn zu ihr sagen. Sie sitzen neben mir. „Jap, ist es!“, denke ich und lächle weiter vor mich hin.
Diese heimliche Stille des Festungsplatzes, das schummrige Licht, ich kann das alles einfach so einatmen.
Im Hintergrund spielen die Bands des Horizonte Festivals. Es müssen um die 3000 Besucher hier sein. Aber der Festungsplatz ist nur leicht besucht, von jenen die auch etwas Ruhe genießen wollen.

Nach dem ich für diesen Abend keinerlei Begleitung fand, überlegte ich alleine zu gehen. Nur ist mir heute so gar nicht nach Alleinsein. Aber wer weiß – wen man so trifft, oder es sich schlussendlich anfühlt.
18.00 Uhr wollte ich die Seilbahn hinauf zu Festung betreten, nur kurz noch meinen Auftrag zu Ende bringen.
Der Auftrag ist fertig. 16:00 Uhr, ich kuschle mich ins Bett, habe Lust zu lesen (Social Media boom) . In meinem Köpfchen male ich mir einen Abend allein zu Hause mit Buch, Katzies und feiner Musik, aus. Es fühlt sich nach einer relativ guten Alternative an. Allein allein zu sein ist meist nicht so verzehrend, wie unter Tausenden allein zu sein.
Ich schlafe ein.
19:00 Uhr, ich wache auf.

Kosten-Nutzen-Rechnung:
Seilbahn, Hin-und Zurückticket 8€, Festivalticket 12€ = 20€. Naja, wenn ich um 20 Uhr oben bin, immerhin 4 Stunden.
Ich schlafe ein.
20 Uhr. ich habe keinen Bock auf den x-ten tollen Sommerabend allein zu Hause oder überhaupt darauf ihn drinnen zu verbringen. Die letzte Woche bot sich einfach keine Möglichkeit um mit Freunden raus zu gehen.

Kosten-Nutzen-Rechnug…

ach scheiß drauf. Scheiß Geld, du lebst nur ein Mal!!
Ich springe unter die Dusche im Schnellwaschgang, schmeiß mich in irgendwelche Klamotten, sammle meine Kamera zusammen. Schwinge mich auf mein Fahrrad.
Als ich in der Seilbahn sitze mag es so 21:15 Uhr sein. es spielt keine Rolle mehr, ich bin auf dem Weg in einen Abend nicht zu Hause.

Kosten-Nutzen-Rechnug?
Nö, aber eine kleine Freuung als das Bahnticket nur noch 6€ kostet (Abendtarif ab 18 Uhr) und mir die wirklich süße Verkäuferin einen schönen Abend wünscht, nach dem sie mir auf meine Frage hin erzählt, dass die Bahn bis 1:30 zurück fährt. Also DICH hätte ich gerne mitgenommen!
Ich höre zwei tolle Bands, sehe zwei, drei bekannte Gesichter, knipse ein paar schöne Fotos, hole mir ein Käffchen und einen leckeren Crépes mit Apfelmus und ganz viel Zucker und Zimt, sitze nun am Rande des Festungsplatzes, blicke auf die Stadt, schreibe einen Roman in mein Notizbüchlein und bin glücklich.

Kosten-Nutzen-Rechnug
Es ist scheiß egal, ob du für dein Geld 7 Stunden Vergnügen bekommst, oder „nur“ die letzten 3. Genieße einfach das was ist, dann hast du keine Kosten mehr.

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mein Heimweg gleicht aktuell übrigens einem der vielen Wege in einem Freizeitpark. Eine kleine Behilfbrücke unterhalb der Balduinbrücke, die momentan saniert wird. Ich finds so krass schön!

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Am Ende 2013 möchte ich
..

Januar 8, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

  • Das Training dieser netten Dame absolviert haben – und evtl. fast so nett aussehen:
    zuzka

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  • Die 10Tonnen schwere Hantel auf der Drückbank im Kickbox-Verein 20x heben können und endlich nen sauberen Seitenhaken auf den Sack zimmern.
  • Mit diesem schicken Gerät umgehen können und ein paar schöne Bilder gemalt haben:
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  • 1x mal nach Berlin gefahren sein und endlich meinen Freund und sein Viasko besucht haben.
    Viasko   Ich reservier schon mal diese Ecke hier, die gefällt mir 🙂

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  • Die Borte im Wohnzimmer gemalt haben. Die Schablone ist ja nu schon fertig.

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  • Gaaaaanz viele tolle Fotos gemacht haben und einen großen Schritt weiter gekommen sein in der Fotografie
  • Meine kleine Bildergalerie fürs Wohnzimmer umgesetzt haben.
  • Haare bis zum Arsch haben. (Ich denk mir einfach so lange lange Haare, bis sie von alleine schneller wachsen, das klappt bestimmt)
    Für noch viel mehr Spaß beim Headbangen:D

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  • Meinen Blog Zeitrauschen wieder aufgelebt haben mit Monatsrückblicken und Blicken in meinen wirren Kopf. Mir fehlt das Schreiben.
  • Ein kleines veganes Sommerfest veranstaltet haben.
  • eine neue Location für den Brunch gefunden und eingeweiht haben.
  • Meine fünfhunderttausenundeinemillinionzwölfeinhalb Fotos gesichtet, sortiert und bearbeitet haben. Also bearbeitet nur die Guten, die Schlechten kommen ins Kröpfchen und sollen das Aschenbrödel nicht weiter belasten.
  • Mein neues Logo samt Homepage und Portfolio online haben

So reicht erst mal, die vielen kleinen Dinge werden sich schon von ganz alleine dazwischen schleichen 🙂
Ich freu mich riesig auf dieses verheißungsvolle Jahr mit der magischen Zahl „13“. Das MUSS ein grandios werden.

Auf zu neuen Ufern.
Ach Ende 2013 will ich unbedingt mehrfach den Sommer an einem See verbracht haben und viel Zeit mit meinen Liebsten.

Naivität oder ziehen wir doch mit unseren Gedanken bestimmte Dinge in unser Leben?

November 24, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Isa und ihre „einsamen“ Heimwege..

.. befremdlich für meine Freunde: klein Isa will IMMER alleine nach Hause gehen. Ich werde nicht gerne nach Hause gefahren und niemand muss wegen mir einen Umweg gehen.. Ich liebe meine nächtlichen Spaziergänge an der frischen Luft, das Gefühl einen schönen Abend einzuatmen und wohlig erfüllt zu sein.

Besonders heikel ist dabei immer die böööse Balduinbrücke.
Auf meiner „Heimatseite“ sitzen unter der Brücke vor allem Abends und auch Nachts betrunkene, etwas vom Leben gezeichneten Menschen, da fehlt eigentlich nur noch die obligatorische Feuertonne um das Bild perfekt zu machen.
Alle haben Angst um mich. Ich nicht. Seit 16 Jahre laufe ich allein nach Hause, nie ist etwas passiert.
Ist das Kopfsache?
Kann man derartige „Probleme“ anziehen?
Manchmal werde ich angesprochen, aber ich scheine immer angemessen der Situation zu reagieren.

Die Welt mag schlecht sein, aber man muss sie sich nicht noch verrückter denken als sie eh schon ist. Ich kenn ja mein Städtchen, seine Wege, Ecken und „Menschen“. Auch wenns naiv klingen mag, ich mag nicht daran denken, dass mir etwas Böses passieren könnte.

Gestern gegen 22Uhr stand ich unter besagter Brücke und wartete auf meine Verabredung. Dieses Mal saß dort nur ein Volltrunkener in einer dunklen Ecke.
Ich selbst sang vor mich hin. War ja niemand weiter da der das hören konnte.
Ich merkte, dass er mich beobachtete. Ein Moment in dem einem mulmig werden könnte. Aber was sollte er mir schon tun wollen?
Mich ausrauben? Mich angrabschen? Wieso?
Irgendwann stand er auf und torkelte in meine Richtung. Seine gesammelten Glasflaschen klirrten in seiner großen Sporttasche.
Ein kurzer Gedankenfunke:“Ohje, nicht dass er dich doch noch anspricht.“

Im Vorbeigehen drehte dieser Mensch sich zu mir, hob seinen Arm und lächelnd auf mich zeigend lallte er mir ein :“ DU singst schööön!“ entgegen und verschwand in der Nacht.

Manchmal ist es besser nicht auf den Bus zu warten…

November 20, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

…sondern den langen Weg nach Hause zu Fuß anzutreten.

10min hätte ich Heute nach der Arbeit auf meinen Bus warten müssen. Warten ist allerdings nicht so mein Fall, also lief ich los, beschwingt und froh gelaunt mit schöner Musik im Ohr.
Auf halber Strecke, als der Bus an mir vorbeifuhr, grummelte ich vor mich hin und verfluchte mich. Aber ich fluche auch nicht gerne und so schaute ich, was mir das alles denn Gutes bringt.
Ein abendlicher Spaziergang an der frischen Luft, nach einem langen Arbeitstag drin, das tut immer gut, trainiert die Beinchen, macht den Kopf frei.
Nebenbei stellte ich auch noch fest, dass ich kein Taubheitsgefühl mehr in meinem Fuß bekam. (Das hab ich seit ein paar Wochen immer auf längeren Strecken und muss irgendwie mit meinen sch.. Rückenschmerzen zusammen hängen. Gestern fragte ich meinen Kickboxtrainier, ob er irgendeinen Tip hätte, was ich dagegen tun könnte. Er zeigte mir eine physiotherapeutische Dehnübung, die er an mir vollführte und bei der es schön in meinen Rücken krachte. Anscheinend hatter meinen Rücken wieder eingerenkt :D)
Schlussentlich mag ich auch Busfahren nicht, die Luft ist so dick und mir wird meist schlecht.

Wenn ich das so auf mein Leben übertrage..

..ich könnte jetzt einfach für ein, zwei, drei Jahre Vollzeit in meinem „0815 Job“ arbeiten, der mir richtig viel Spaß macht, leicht von der Hand geht, aber eben nicht mein Lebenstraum ist. Könnte Geld sparen ohne Ende, könnte mir sicherlich ein paar Träume finanzieren um dann in ein paar Jahren attock in die Selbstständigkeit zu springen.

Das wäre der schnelle und einfache Bus, eine Linie, gerade aus durch, von A nach B.
Ist aber nicht so mein Ding.
Ich nehme das Leben lieber wie das Wasser, fließend um viele Kurven, manchmal sich strudelnd im Kreise drehend, manchmal an Klippen zerschellend, oder sanft dahinplätschernd wie ein Flüsschen, aber stetig und stark ohne je stehen zu bleiben.
Ich arbeite in zwei Jobs, baue mir die Selbstständigkeit immer mehr auf, organisiere den Vegan Brunch,… Ne menge Holz.
Ständig muss ich umswitchen zwischen der einen und der anderen Welt und manchmal noch der Dritten. Selten kann ich einfach mal dran bleiben wenns läuft, immer müssen andere Aufgaben dazwischen geschoben werden. Aber ich lerne viel, verdammt viel.
Im Job, mich zu behaupten, mit anderen Menschen und Kunden zu agieren, im Malkurs auf ganz besondere Bedürfnisse einzugehen, beim Veganbrunch zu Organisieren und den Überblick zu behalten, Arbeit zu delegieren und alles am Laufen zu halten und in meiner Selbstständigkeit habe ich den Luxus mich noch austesten zu können, zwischendurch mal ein neues Programm zu lernen, mit jedem Auftrag zu wachsen, auch wenn er nicht bezahlt ist, so ist er doch eine Referenz und die Chance besser in der Anwendung der Programme zu werden, zu lernen wie man Rechnungen schreibt (gar nicht so einfach ;)) zu lernen auf Kundenwünsche einzugehen, die bisher meist Freunde sind.

Ich Laufe Lieber und nehme alle Blumen am Wegesrand mit und auch die dreckigen Pfützen und die Hundescheiße anstatt mich in einen Bus zu setzten, in dem ich mich nicht wohlfühle und dessen Fahrt viel zu schnell vorüber ist, um all das mitnehmen zu können woraus ich schöpfen kann.

In diesem Sinne:
Sei wie das Wasser. Such dir deinen Weg. Sei stetig, denn steter Tropfen höhlt bekanntlich dem Stein 😀

Verhindert Schock Mitgefühl?

Juli 18, 2012 § 3 Kommentare

Als ich mir letztens eine Galerie mit entsetzlichen Bildern aus Massentierhaltung, Tierversuchen, bloßer Tierquälerei und anderen Grausamkeiten anschaute, standen mir mal wieder die Tränen in den Augen.
Mein Herz zog sich zusammen und ich hatte diesen ungemeinen Wunsch einfach all diese leidenden Wesen in den Arm zu nehmen und ihnen etwas Liebe zu schenken und das Gefühl, dass da jemand ist, der sie festhält.
Das klingt sicherlich für viele von Euch befremdlich und manch einer wird denken:“ Die Isa wieder, sie ist halt sentimental und ne Ökomaus.“
Ich fragte mich an dieser Stelle, wieso so viele Menschen beim Anblick solcher Bilder einfach nur schockiert sind und sich danach abwenden, ohne zu begreifen, oder begreifen zu wollen, dass sie eine direkte Mitschuld an all diesem Leid tragen und, dass sie etwas an sich ändern könnten um es zu minimieren.
Warum empfinden sie kein Mitgefühl?

Wie kommt man vom Schock zum wahren Mitgefühl?
Wollen oder können manche Menschen kein Mitgefühl entwickeln, wenn sie diese Bilder sehen?
Würde es zu viel Schmerz bedeuten, den sie nicht ertragen können?
Ist es für sie unerträglich zu begreifen, dass sie mitschuldig sind?
Wäre es ein zu großer Einschnitt in ihr Leben wenn sie begreifen würden, dass sie etwas ändern müssten?
Können oder wollen sie sich einfach nicht in das Leid anderer hineinversetzen?
Sind sie schlussendlich einfach zu faul, zu gefangen in ihren Gewohnheiten, als dass sie etwas ändern wollen?
Warum bringen schockierende Bilder so wenig, wenn es darum geht Menschen aufzuklären und zum Umdenken zu bringen?
Fehlt einfach nur das Wissen um all die Hintergründe, der Fleisch und- Kosmetikindustrie um begreifen zu können?
Ist ihnen all das Leid, die Qual einfach egal? Und wenn ja, warum?

All diese Fragen schossen mit durch den Kopf.
Manch ein Tierrechtler wird im Laufe seiner Arbeit recht extrem, teilweise aggressiv, was ihn in den Augen von Außenstehenden zu einem militanten Besserwisser macht, der einfach nur nervt.
Ich glaube irgendwann kann man all das Leid einfach nicht mehr ertragen und wenn dann ein passionierter Fleischesser mit seinen üblichen Sprüchen daher kommt, hat man all das Leid vor Augen, welches das gegenüber ins Lächerliche zieht weil er nicht sehen will und das erhöht diese Hilflosigkeit, die man angesichts dessen empfinden, was in dieser Welt los ist.

Hier Bilder aus der Galerie.
Ich bin überhaupt nicht der Typ Mensch, der versucht mit solchen Bildern ein Umdenken zu bewirken, da ich ja weiß dass es meistens nichts bringt.
Ich stelle sie hier dennoch aus um Euch all diese Fragen dazu an die Hand zu geben, die ich oben stellte.
Vielleicht habt ihr ja die Antworten darauf?!

 

Entschuldigen Sie bitte…

Mai 7, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Entschuldigungen gehören zum guten Ton und sind der Kitt der Zwischenmenschlichkeiten zusammen hält.

Manch ein Rempler in der U-Bahn, oder beim Einkauf kann durch eine kleine Entschuldigung in Luft aufgelöst werden oder gar zu einer netten Unterhaltung führen, anstatt zu grummeliegen Wutgefühlen.
In Freundschaften und Beziehungen sind sie ein Zeichen von Respekt und Wertschätzung und sollten an den richtigen Stellen niemals fehlen.

An den RICHTIGEN stellen.
Ich habe es mir mittlerweile anscheinend zur obersten Aufgabe gesetzt mich für alles, aber auch wirklich alles zu entschuldigen. Das nehme ich so ernst, dass mir nun genevte Freunde augenrollend sagten ich solle doch bitte endlich damit aufhören.
Ich entschuldige mich für mein Nichterscheinen, ich entschuldige mich für meine Anwesenheit, ich entschuldige mich für vernehmliches Fehlverhalten, für das fehlende Salz in der Suppe und den Quark, den ich manchmal von mir gebe.
Vor allem aber entschuldige ich mich immer und immer wieder für meine fehlende Zeit, für meine abreißenden Kontakte, für meine fehlende Anteilnahme, für meine Zurückgezogenheit , dafür, dass ich nicht so erreichbar bin, wie sich das viele wünschen würden.
Ich laufe ununterbrochen mit einem Sack voll von schlechtem Gewissen durch mein Leben. Schlechtem Gewissen meinen Eltern gegenüber, für die ich keine Zeit finden kann, Freunden gegenüber, denen ich nach Monaten immer noch keine Antwort geschrieben habe geschweige denn Zeit für ein treffen finde, oder mal wieder den geplanten Discoausflug, oder Rollenspielabend absage, weil ich zu erschöpft bin, oder zu viel Arbeit auf dem Schreibtisch liegen habe, meinem Schatz gegenüber, weil ich mal wieder nicht den Müll runter gebracht habe, oder ihm nicht mehr zuhören kann, meinen Katzen gegenüber, weil ich viel zu selten mit ihnen spiele, meinen Pflanzen gegenüber, weil ich vergesse ihnen Wasser zu geben, den Wasserresourcen gegenüber, weil ich sie in endlosen Duschsessions verschwende, den Tieren gegenüber, weil ich doch nicht immer verhindern kann, dass ihnen indirekt durch mich Leid zugefügt wird, allen möglichen Menschen gegenüber, wenn ich durch meine eigenen Unzulänglichkeiten mal wieder unsicher bin, oder Klamotten kaufe, die eben nicht auf fairem Handel stammen.

Gott wie anstrengend für dich, für mich, für alle.

Ich möchte das nicht mehr.
Ich möchte mich nicht mehr wegen allem, was ich tue oder eben nicht, wegen allem was ich bin oder eben nicht, schlecht fühlen, ich möchte atmen können.

Viele von Euch haben sich nie für meine Malerei interessiert, nicht ein mal als Ihr mich besucht habt und sie vor Euren Augen hing. Viele von Euch interessieren sich nicht dafür, dass ich mir den Hintern für einen veganen Brunch aufreiße und werden ihn wohl auch nicht besuchen. Viele von euch haben nie meine Fotos gesehen, oder gefragt welche grafischen Aufträge ich habe, wie es so voran geht.
Stör ich mich daran? Erwarte ich von irgendeinem eine Entschuldigung? Bin ich enttäuscht?!
Nein, denn ich hab euch lieb für das was ihr seid, für das was Euch und unsere Treffen ausmacht, und seien sie nur ein Mal im Jahr.
Jeder hat etwas zu geben, immer zu seiner Zeit und in seinem Umfang wie es ihm möglich ist. Manchmal redet man aneinander vorbei, aber was hindert einen daran dies offen anzusprechen und es zu klären?
Jeder noch so kleine Kontakt kann eine Bereicherung sein, warum ihn in ein schwarzes Tuch aus schlechtem Gewissen hüllen, warum nicht das genießen, was ist?
Denn das ist Leben, das ist der Moment, das bin ich, das seid Ihr, das sind wir, hier, Jetzt, in diesem Moment.

Das nützliche Chaos der Veränderung!

April 4, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist ein scheiß  Gefühl zwischen dem  was ist und dem was kommen mag gefangen zu sein.
Ich bin Gefangene meiner eigenen schwarzen Box, eingesperrt, eng, zusammengekauert, aber sie fühlt sich warm an, als dürfte ich endlich zur Ruhe kommen, als sei das der Ort des Loslassens.
Alles treibt mich hinaus, dort hin wo es weit und hell ist, dorthin wo ich die Arme ausbreiten und tanzen kann. Aber alles zieht mich zurück, zurück in die dunkle enge Kammer, weil sie mein zu Hause ist, weil sie das ist, was schon immer da war, was mich immer umgeben hat.
Zu Hause ist gut, zu Hause ist wichtig, zu Hause ist dort wo alles in Ordnung ist.
Aber hier ist nichts in Ordnung, hier ist es schwarz, hier kann ich nichts sehen. Frei atmen kann ich hier, weinen kann ich hier, liegen bleiben darf ich hier.
Aber was, was WILL ich eigentlich hier???

Manchmal stürzt alles über einem zusammen. manchmal passiert das ziemlich oft.

Ich bin meine eigen Jeanne d´Arc, meine eigene kleine bewaffnete Infanterie, die sich schützend vor mich schmeißt und ihr letztes Leben aushaucht.
Wofür?
Ich wünschte nur eine einzige aus dieser Infanterie würde sich nur ein einziges mal umdrehen und den Dienst verweigern, würde nur ein einzigen Mal sagen:“Stop ISA!“ ich kämpfe nicht mehr für dich, ich bin nicht mehr bereit deine schwarze Box zu verteidigen und dir den Weg zurück zu ebnen.
Ich trete beiseite, ich gebe dir den Weg frei..

Es ist als würde man sich selbst in eine Schleuder spannen, bereit nach vorne zu brechen, alles auf sich zu nehmen und dabei mit Absicht gegen eine wand zielen, weil man viel zu viel Angst davor hat, dass der Schuss zu weit gehen könnte, dass man tatsächlich Erfolg haben könnte.

An Abenden wie diesen fühle ich mich so wohlig warm, so wunderbar einsam und seltsam glücklich.
Abende wie diese sind wie ein heimlicher Stillstand, wie das Flüstern in deinem Ohr, welches leise säuselst: “Du darfst liegen bleiben! Leg dich einfach hin und schlaf ein. Das ist ok!“

Abende wie diese sind wie ein nach Hause kommen.

Und jetzt das ganze auf Englisch, in einem schönen Versmaß, ein paar klingende Noten dazu, ein Freund mit Gitarre und dann möchte ich es singen, singen bis ich dazu tanzen kann 🙂

Wenn das Leben Dir Steine in den Weg legt, sammle sie auf und bau Dir Deine Straße.. oder so ähnlich :)!!!
Hat ja nie jemand gesagt Hinkelsteine seien leichte Kost, aber manchmal wäre so ein Zaubertrunk von Miraculix schon ganz nett, damit sich die der Straßenbau etwas leichter gestaltet.

Zeit fürs Bett und gute Gedanken!!

edit:

der Morgen danach.
Seit geraumer Zeit habe ich das Gefühl in einem von Umbruch geprägtem Chaos zu schwimmen, fühle mich hin und her geworfen, aber genieße diese Situation auch, spüre, dass sich Dinge ändern, dass vieles ins Rollen kommt, dass mir vieles klar wird. Nur so ganz weiß ich noch nicht wie ich dieses Chaos lichten soll, denn es raubt auch Kraft und ewig gehts so nicht.
Mein Schatz war die letzten zwei Tage auf einem Seminar, in dem es um Veränderungsprozesse geht, eigentlich im wirtschaftlichem Sinne, aber es lässt sich wunderbar auf den eigenen Weg rückbeziehen.
Das hier hat mich soeben sowas von beruhigt:
Phasen in Veränderungsprozessen auf geteilt in vier Zimmer durch die man einfach gehen muss um eine stabile Veränderung herbeizuführen.

Zimmer1: Selbstzufriedenheit
man ist mit der aktuellen Situation soweit zufrieden und verlangt gar nicht nach Veränderung

Zimmer2: Verleugnung
man kapiert, dass eine Veränderung ansteht, hat aber Angst, möchte es nicht wahrhaben und sträubt sich

Zimmer3: Verwirrung
man befindet sich in einem völligen Chaos, man akzeptiert, dass etwas im Umbruch ist und ist bereit sich auf den Weg zu machen, weiß aber noch nicht recht wie das von statten gehen soll, aber man beginnt Pläne zu schmieden. Chaos steht hier also dem Willen nach Veränderung gegenüber. Diese Phase ist ziemlich instabil weil man ohne die richtigen Motivationsakner ganz schnell wieder ins Zimmer zwei oder gar eins zurückfallen kann

Zimmer4: Erneuerung
hier gehts ans aktive Umsetzten der Pläne

Ich sitze also aktuell in Zimmer drei. Großartig. Meine ganzes Chaos ist also völlig normal und zudem auch noch gut. Erleichternd 🙂
Dann nutzen wir doch mal die geballte Kraft, die so eine Chaoszeit mit sich bringt und überlegen was zu tun ist.

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