Ein Tag am Meer

Januar 18, 2013 § Ein Kommentar

Einfach nur mal angstfrei sein.

Ein freier Freitag.
Eine Stunde Telefonat. Alles geklärt.

Danach ab in die Stadt, shoppen, was Gutes für die Seele tun und dabei ein Gefühl, dass einen Nichts, aber auch gar Nichst mehr schocken, verängstigen oder in den Wahnsinn treiben kann.
Heute sind einfach alle Fesseln gelöst. Nichts zerrt mehr bleischwer am Bein und hindert am Laufen.
Nichts liegt schwer auf den Schultern und lässt jeden Schritt zu einem einzigen Kraftakt werden.
Ich schwebe dahin, lächelnd, voller Freude, scherze mit den Verkäuferinnen, nicke wildfremden Menschen freundlich zu.

Werde angestarrt. Ob man mir meine Leichtigkeit ansieht?
Es geht mir gut.

Es ist als wären all die Jahre, Lehrjahre gewesen.
Nicht etwa an einer Universität, mit schriftlichen und mündlichen Prüfungen zu einem speziellem Thema, für das man sich durch trockene Literatur kritzeln musste, um es direkt nach der bestandenen Prüfung vergessen zu können.

Kein Diplom, keinen Bachelor, keine knarksende Universitätsbank auf der man sich die Haare rauft und die Arschbaken platt drückt um dann mit einem Berg voll Schulden mit Ende 20 ins Berufsleben zu starten, im Gepäck: einen Haufen Theoremen.

Meine Lehrjahre fanden im stinknormalem Jobleben statt, im Kampf mit mir selbst, meinen Ängsten, mit dem Versuch sie immer wieder anzugehen, mich aufzubäumen und trotz allem die Selbstständigkeit zu wagen. Ich kroch dahin wie eine Schildkröte, immer dem Meer und der Sonne entgegen, auf viel zu rutschigem Sand, mit einem viel zu schweren Panzer. Aber das Wasser ruft, die Freiheit ruft, die weite des Meeres, die einem alle Last nimmt und einen fliegen lässt.
Ich atme auf. Ich bin einen verdammt großen Schritt weiter.
Ein Tag am Meer, mit kühler, frischer Salzluft und der Gewissheit, dass alles am Ende einen Sinn ergibt.

Werbeanzeigen

pure Energie tanken

September 8, 2012 § Ein Kommentar

Mal raus ins Grüne und Energie tanken!

Und sich seiner eigenen Stärken und Ziele bewusst werden!

Was so ein Aufenthalt in den Bergen, an frischer Luft und ungezwungener Atmosphäre alles in einem zum erwachen bringt.

Unsere erste Wanderung ging entlang der Bergkämme, die Tour begann am großen Asis nahe Zell am See..
5 Stunden waren wir schon unterwegs und die Tour sollte sich eigentlich einem schönen Ende nähern..
Nach einem recht anstrengendem Abstieg sollte der restliche Weg ins Tal uns eine lustige Sommerrodelbahnpartie bescheren. ich freute mich schon den ganzen Tag darauf. Eine riesen Rodelbahn den Berg hinunter, jiiihaaa 🙂
Die Rodelbahn hatte schon geschlossen, als wir ankamen :/
die Zeit fing an mächtig zu drängen, denn im Hotel gabs nur bis 20 Uhr unser 4 Gänge-Abendbrot mit Buffet.
Mir taten die Arschmuskeln schon vom bisherigen Abstieg richtig schön weh und besser wurden diese Schmerzen nicht mehr.. hinzu kam dann noch ein geselliges Taubheitsgefühl im linken Fußknöchel, welches sich so langsam in die Beinregion hochzog. Schön wars, also ehr scheiße..
Und trotz dem war ich voller Energie, hüpfte fröhlich rum, trällerte, sah schon von ganz weit oben, einen möglichen Weg zurück in unser Städtchen und war mir absolut sicher, dass wir es noch pünktlich schaffen würden.
Es war bereits 18:30, die Wegmarkierung sprach von einer Stunde bis ins Tal, plus den Weg bis zum Hotel zurück. Aber diese Schilder gehen meist von schneckenartigen Wanderern aus und so ließ ich mich auch davon nicht abschrecken.
Im Tal angelangt stießen wir genau auf den Weg, den ich mir schon ausgeguckt hatte, er sollte zum Bahnhof führen.
Hinterm Bahnhof angekommen standen wir etwas ratlos da, denn entlang der Schienen lief eine endlose Mauer und ein Übergang war niergens zu sehen.
Ich wäre einfach weiter losgerannt. Dieses Mal übernahm Schatz „die Bestellung beim Universum“ und fragte nach dem Weg.
Schatz sprach genau in diesem Moment unseren rettenden Engel in der Not an. Ein älterer Herr, der selbst zu Besuch bei Freunden war und meinte, der Bahnübergang sei sehr weit weg, ob wir es denn eilig hätten. Ich erklärte ihm unsere Lage und er bot uns prompt an, doch einfach in sein Auto zu hüpfen, er würde uns zum Bahnhof fahren.
Da konnten wir nicht nein sagen. Sehr baff waren wir, von so viel Freundlichkeit, stand doch das Essen bei seinen Freunden auch schon fast auf dem Tisch.
Fast am Bahnhof angekommen, mussten wir uns in eine lange Autoschlange einreihen, die Schranken des Übergangs waren unten. Unser netter Engel entschied sich kurzerhand uns einfach bis zum Hotel zu bringen, damit wir auch wirklich unser Essen bekämen, seines würde schon nicht kalt werden.
Wir waren schon um 19:15 im Hotel, konnten uns noch schnell unter die Dusche schwingen und dann ganz frisch und angenehm erschöpft aber sehr glücklich an unseren Abendbrottisch setzten und das Buffet genießen.

Eine Geschichte die mir mal wieder zeigt, wie so oft im Urlaub und vor Allem beim Pilgern erlebt, dass man oder in diesem Fall ich..  unendlich viel Energie hat.
Ich fragte mich schon während des fröhlichem Abstiegs (Schatz war übrigens gar nicht so amused wie ich *g*) wo zur verdammten Hölle eigentlich diese unglaubliche Energie in meinem Alltag ist. So oft bin ich ausgelaugt, vor allem nervlich am Boden, und fühl mich wie son Heliumluftballon auf Halbmast.
Tja Fokus ist das Zauberwort.
das wusste ich auch schon vor diesem Erlebniss und hab versucht dran zu arbeiten und vor allem dran zu bleiben.
Aber das war echt noch mal mit der Bratpfanne vor den Schädel gemeißelt:
Isa fokussiere dich, such dir EIN Ziel und renn los, wenn du gegen Ende „Schmerzen“ hast, macht nix, dass Ziel ist nicht mehr weit und es ist schön und lecker und wenn du gar nicht mehr kannst, kommt IMMER ein rettender Engel, wirklich IMMER, wir haben das beim Pilgern im letzen Jahr JEDES MAL erlebt, wenn wir am Ende waren, und ja wir waren oft am Ende, saßen sogar heulend und resigniert unterm Sternenhimmel auf einer Bank und überlegten wo der nächste Flughafen nach Hause ist.

Ich will soo vieles und immer alles auf ein Mal und kaum, dass man sich mal auf eines eingeschossen hat kommt etwas anderes dazwischen was erledigt werden muss.
Ich hab noch keinen rechten Plan wie ich das umgehen soll. Etwas mehr Struktur kann ich mir selbst geben, Schulungspläne für mich selbst aufstellen (da stehen noch drei Programme auf meiner Liste, die zu lernen sind) zusehen, dass ich immer nur einen Auftrag eledige und nicht drei parallel.
Aber das geht nicht immer und wenn dann mittden drin der Veganbrunch ansteht ist eh alles wieder hinfällig.
Aber irgendwie muss das gehen. ich will mich immer so fühlen, wie bei diesem Abstieg ins Tal und ich will jeden Abend mein 4 Gänge-Menü vor Augen haben und mich auf mein Ziel freuen, weil es nur eins ist, weil es klar ist, weil es erreichbar ist und weils sooo lecker ist 🙂
Ich will nicht Abends traurig und ausgelaugt ins Bett gehen, nach einem Tag an dem ich zwar an 20 verschiedenen Sachen gearbeitet habe aber keines abschleußen konnte.
Ich wirrer Mensch ich.

Am besten ich häng mir ein Foto vom Berg vor die Nase, vielleicht hilft das ja 🙂
Ich bin ein Energiebündel und tanze mit schmerzenden Gliedern durchs Grün, weil das Leben schön ist, weil es wundervoll ist Ziele zu haben, weil es toll ist an seine Grenzen zu gehen und weil sowieso im Schlimmsten Fall immer eine helfende Hand zur Seite steht.
So!

Ach UND
ganz wichtig!
Ruhephasen einhalten.
Mal spazieren gehen.
Am kreativsten ist man doch, wenn man sich mal fallen lässt und nicht verkrampft vorm Rechner rumsitzt.
Hier ein paar kleine Impressionen:

Düsseldorf, Vernissage und Erkenntnis…

Juli 24, 2011 § Ein Kommentar

…oder so ähnlich könnte ich meinen Ausflug zu der Ausstellung nennen, welche ich letzten Freitag in Düsseldorf besuchte.
7 Künstler stellten hier ihre Werke aus, unter anderem auch meine langjährige Freundin und freie Künstlerin Asemina.

 

Nach dem ich ihre letzten 3 Ausstellung aus zeitlichen, finanziellen oder einfach nur verfassungstechnischen Gründen nicht besuchen konnte, dachte ich dieses mal nicht lange nach, buchte mein Ticket, schaffte es meinen Samstagsdienst auf den nachmittag zu verlegen und freute mich sehr über die kleine Spontanreise zu einer Ausstellung und darüber Asemina wieder sehen zu können.

 

 

Die Ausstellung war sehr gut besucht, die Stimmung der Mädels sicherlich recht aufgeregt aber freudig erregt, wenn ich das so sagen darf. Es war heiter und als die Liveband anfing zu spielen bewegte man sich im Takt und war sehr gelöst.
Am späten Abend tanzten wir noch zu schicker Techno Musik. Ha, wie lange plane ich jetzt eigentlich schon endlich mal wieder zu Techno zu tanzen?

 

Aber für mich persönlich waren an diesem Abend einige Gespräche sehr wichtig und die Quintessenz versuche ich mal in Worte zu fassen.

Oft bin ich mir nicht sicher, ob mein Weg der richtige ist, wie lange ich so noch weiter machen kann, was da kommen soll. Scheue mich vor dem Risiko meinen Kassiererjob zu schmeißen um mich vollends in die Selbstständigkeit stürzen zu können. Bin oft frustriert, da mir mein Job wichtige Kräfte raubt, ich viele private Einbußen habe, da die Arbeitszeiten im Einzelhandel nicht gerade optimal sind und der Job nun mal einfach Fließbandarbeit ist, die ziemlich auslaugt.

Dann frage ich mich, ob ein Vollzeitjob als Grafikerin mich nicht wesentlich mehr erfüllen würde. Nicht nur, dass die Arbeit ehr meinen Fähigkeiten entspräche, sondern dass ich endlich auch mal geregelte Arbeitszeiten und Wochenenden hätte.
Ich unterhielt mich dann mit jemanden, der eigentlich in seinem Traumjob Vollzieht arbeitet, dennoch sehr mit sich zu hadern hat, da ihm die Mentalität der Menschen  am Arbeitsplatz nicht gut gefällt, er sich verbiegen muss, er sich veränderte, in eine Richtung die ihm nicht gefiel.
Mittlerweile versucht er die Grätsche zwischen den Welten, zwischen seinen eigentlichen Lebenseinstellungen und denen die nun mal auf Arbeit herrschen, oder im „normalen“ Fußvolk.
Schwierig ist es.
Ich fragte ihn, ob Teilzeit nicht eine Option wäre. Tatsächlich hatte er schon mal darüber nachgedacht, aber er möchte noch Nicht aufgeben, sondern schauen, ob es nicht doch noch einen anderen Weg gibt. Ich drücke ihm ganz doll die Daumen dafür!
Seine Arbeitskollegen leiden oft an Burnout, um dem Stress der Arbeit zu entfliehen, gehen sie zum Sport, powern sich dort so sehr aus, dass sie nicht mehr nachdenken können. Manche fangen vielleicht sogar an diverse Aufpuschmittelchen zu nehmen, um dem Alltag gewachsen zu sein.

Und dafür hat man nun studiert, dafür hat man seinen Traum verflogt um nun in der Maschinerie der Wirtschaft ins Trudeln zu geraten und an Grenzen zu stoßen die nicht den Horizont erweitern, sondern einen „zerstören“?

Dann waren da natürlich noch die lieben Künstlermädels. Ich weiß im einzelnen nicht wie sie sich über Wasser halten. Aber in ein paar Gesprächen wurde mir klar, WIE verdammt schwer es ist sich als reine freie Künstlerin überhaupt über die Runden zu kommen. Man ist angewiesen auf Günstlinge, Kunstsammler und Kunden und das sind, zumindest für meinen Geschmack, oft nicht unbedingt die sympathischsten Menschen. Da fallen abwertende, hochnäsige Beurteilungen über die Gemälde, ein Preis wird in den Raum geschmissen und dann hat der Künstler eben ja oder nein zu sagen. Ich für meinen Fall, würde meine Herzenswerke keinem Menschen geben wollen, der das Herzblut dahinter nicht zu würdigen weiß, aber wenn du davon leben musst, muss dir das egal sein und das finde ich grausam. Sicher gibt es Wege damit umzugehen und eine Einstellung zu finden, mit der man das alles gut händeln kann. Und mit Sicherheit gibt es auch hier Menschen, die das Werk schätzen und sich wirklich aus vollem Herzen erfreuen.
Aber wirklich schön und zufriedenstellend ist das doch irgendwie alles nicht, oder?!

Am Ende dachte ich mir, dass ich mit meinem einfachen Kassenjob und der Zeit die mir nebenbei verbleibt, doch recht gut liege. Auf Arbeit muss ich mich nicht verbiegen, keinen Konventionen entsprechen, die mir nicht gefallen. Ich stehe alleine da in meiner Kasse. Mir fehlt die Teamarbeit enorm, aber so gesehen bin ich frei. Kann zumindest meinen fröhlich netten und sozialen Charakter einbringen und den Kunden einen schönen Abschied bescheren, aber das wars dann auch. Ich bin nicht unkollegial, ich mag meine Kollegen und fühle mich sehr wohl mit ihnen, aber wir müssen auch keine großartigen Dinge leisten, wir müssen nur alles am Laufen halten.
Ich habe mein festes Grundeinkommen und dazu, wenn es gut läuft kann ich mir mit meiner Kunst und meinem Grafikdesign noch etwas oben drauf verdienen. ABER ich bin nicht darauf angewiesen, ich habe die Option nein zu sagen und zu wählen. Ich fühle mich auf meiner Arbeit vom Umfeld her wohl und ich habe im Prinzip genügend freie zeit um Aufträge zu erledigen..

Es gibt auf dieser Welt tausend Wege die du beschreiten kannst, aber wenn du dich für deinen zu sehr verbiegen musst, solltest du schauen welche Alternativen es gibt. So viele Menschen scheuen das Risiko, bleiben in dem was sie kennen stecken, weil es ihnen dort im Grunde gut zu gehen scheint, und eine Veränderung unvorhersehbares mit sich bringt, und vielleicht alles schlimmer macht. Aber wieso ewig im Grauen schwimmen, wenn die Sonne auf einen wartet? Im Leben gibt es immer wieder Wege sich zu retten. Kein Risiko ist so hoch, dass man gleich in der Gosse landen würde.
Ich beziehe mich da selbst mit ein. Sicher gäbe es auch für mich noch eine bessere Lösung.

Und mir scheint es so zu sein, dass man einen Teil seiner angeblichen Freiheit aufgeben muss um wirklich frei sein zu können.
Vollkommene Selbstständigkeit hat irgendwie herzlich wenig mit Freiheit zu tun, denn man ist wesentlich abhängiger von den Wirrungen des Lebens, muss so viel mehr selbstverantworten, dass es fast schon einschnürender ist, als ein fester Job, der einem Halt gibt.
Und vielleicht ist eine Mischung aus diesen beiden tatsächlich der Weg, der einem die größte Freiheit schenken kann, ohne dass man sich zu sehr verbiegen muss, ohne dass man auf zu viele Günstlinge, die man eigentlich gar nicht mag, angewiesen ist, aber mit der  Gewissheit, dass alles in sicheren Schuhen ist und man die Möglichkeit hat, sich zu entfalten und eigene Projekte zu gründen und damit noch etwas für die Urlaubskasse hinzuzuverdienen.

Was denkt ihr darüber?
Seit ihr glücklich mit eurem Weg?

Frustration und die große Chance in Ihr

Januar 30, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Alter Schwede gehen mir viele Dinge, Fragen und Erkenntnisse durch mein Hirn.
Nummer eins: „Wo zur Hölle ist eigentlich gerade mein Notizbüchlein abgeblieben, damit ich das mal alles notieren kann?“
Auf diese Frage folgt unweigerlich die Erkenntnis, dass mein angestrebtes Projekt „Ornung muss sein“ durchzuziehen ist und der Text „Zen to do“ fertig gelesen werden muss.

Jetzt zu den eigentlichen Dingen, die mich gerade ganz kribbelig und Lust auf noch viel mehr machen.
Die letzte Woche in meinem regulären Job als Kassiererin war ungemein deprimierend.
Ich will mich hier gar nicht lang mit Einzelheiten aufhalten und das lesende Auge erst recht nicht. Ich hatte einige sehr lange Schichten und habe in der kurzen verbleibenden Zeit vor den Diensten versucht noch alles mögliche hineinzuquetschen um z.B. an meinem Gutelaune-Projekt dran zu bleiben. Leider habe ich es diese Woche nur drei mal zum Sport geschafft, aber immerhin.
Die Frustration wuchs mit jeden Tag, obwohl ich versuchte das alles nicht zu nah an mich ran kommen zu lassen und einfach weiter zu machen.
Gestern auf dem Weg zur Arbeit hörte ich dann zufällig ein Lied, welches ich schon oft gehört aber nie genau angehört hatte. Es ist eines dieser Lieder die dir im richtigen Moment Gänsehaut bescheren, einen Klos im Hals und dieses Gefühl im Herz, welches dir sagt :“Diese Worte sind so wahr, merke sie dir, verstehe sie, jedes Glück hat seine Felsen, die du erklimmen musst und du wirst daran wachsen. Sei nicht frustriert, sei frohen Mutes, denn nichts ist umsonst.“ Man sollte immer wissen, dass Lebenserfarhrung, innere Reife und Erkentnisse oft mehr wert sind, als aller materiller Besitz und man stolz auf sich sein kann, wenn man bewusst und offnenen Herzens in die Welt schaut.
Schandmaul – Die drei Prüfungen

Der Tag an der Kasse sollte dann leider doch noch sehr anstrengend werden. Dank meiner Motivation legte ich ziemlich viel Energie in die ersten Stunden und war unglaublich schnell, fröhlich und aufgeweckt. Nach 3 Stunden war mein Akku leer und mein Zahnfleisch kroch auf dem Boden rum. Mein Chefchen hatte meine Pause vergessen, weil er zu viel um die Ohren hatte und ich nährte mich der nächsten Bodenwelle und ging in Gedanken Gespräche durch, in denen ich mir mit irgendwelchen dämlichen Statements, meiner Frustration Luft machte und spontan eine Kündigung in der Raum schmiss.

Diese ganze Geschichte des gestrigen Tages sollte aber eine hinreißende Kehrtwendung nehmen.

Denn die Winterfeier der Firma stand an. Ich weiß nicht wieso, aber trotz, dass ich wütend und fertig war freute ich mich auf die Feier, hatte ich richtig Lust mich nett anzuziehen, die Menschen zu treffen und einfach einen schönen, spaßigen Abend zu haben.

Zu Hause wartete meine Schatz mit N. auf mich und einem Energiedrink, der wirklich sein Bestes gab. Gegen 21:45 holte und dann A. ab. Eine neue Mitarbeiterin von uns, mit der wir unbedingt mal des Öfteren etwas unternehmen sollten, wie ich jetzt schon mehrfach festestellen musste 🙂

Ich tanzte mir die Seele aus dem Leib, konnte gar nicht mehr aufhören. Ausgerechnet auf der Feier des Betriebes, wegen dem ich so gut wie gar nciht mehr ausgehe, weil ich ständig Wochenenddienste schieben muss, schien ich alles aufzuolen, was mir in den letzten MOnaten entgangen war.

Und hier nun dieket die folgerichtige Erkenntniss:

Selbst nach einer unglaublich anstregneden Woche, die auch noch mit einem noch anstregnderen Tag um 21Uhr endet kannst du noch ausgehen, kannst du noch stundenlang tanzen, dich mit Freunden unterhalten und einen unglaublich schönes Abend verleben. Das einizige was wichtig ist, ist dass du das ganze vorher planst und dir ganz fest vornimmst, in dem du dich fest mit jemanden verabredest, auf den du dich freust und dir eine Party aussuchst, auf die du richtig Bock hast. Das tat gestern so gut.
Ich trank zwei Colabier und so um die 2 Lieter Wasser und Apfelsaftshorle, weil alles direkt wieder verdunstete vor lauter Tanzen.

Und noch eine Erkenntnis brachte der Abend: es ist alles nur halb so schlimm, wenn du mit Menschen zusammenarbeitest, die du in irgendeiner Form in dein Herz schließen kannst und bei denen du dich wohl fühlst. (nebenbei sei noch angemerkt, dass ich selbst beim Kassieren, oder gerade bei diesem Job, sehr viel Lebenserfahrung sammeln kann.. ich glaub dazu wäre ein extra Artikel fällig :))

Die größte Erkenntnis und vor allem Motivation erfuhr ich dank unseres neuen Kundenservicechefs. Eigentlich so gesehen durch meinen Schatz, da er das Gespräch zu ihm suchte und an mich weiter leitete. Ich hätte ja niemals angefangen mit einer Obrigkeit zu reden *g*

S. (Kundenservicechef) ist ein leidenschaftlicher Fotograf und hatte gleich zwei Kamereas dabei. Eine davon war eine Systemkamera von Olympus. Vor kurzem noch hatte ich mir eine solche angeschaut und fand sie recht niedlich. Dachte aber, dass dies quasi ein Spielzeug für diejenigen ist, die sich nciht mit einer Spiegelreflex rumschlagen wollen und nicht ganz so gute Bilder brauchen. Tja weit gefehlt, diese Kameras sind die Zukunft, kleine Wundermaschienen, denn die Bilder die S. gestern ohne Blitz auf der Feier schoss, waren echt der Burner.

Naja, kommen wir zu meinen Erleuchtungen aus unserem kurzen Gespräch.

S. hat gleich 4 Blogs, um für jedes Genre eine seperate Seite anbieten zu können, damit sich der Besucher nicht erst durch verschiedenste Galerien suchen muss. Ich mag es ja ehr eine gewisse Vielfahlt bei Künstlen entdecken zu können und zu sehen, dass er sich nciht nur auf ein Thema festbeißt. Aber vielleicht ist es für den Kunden, der gerade einen Portraitfotografen sucht tatsächlich einfacher, wenn er nicht von allmöglichen Themen überschwemmt wird. Auf jeden Fall schafft S. es irgendwie all diese Seiten zu verwalteten. Daraus resultierend, habe ich nun die Motivation, wenigstens den einen Blog, den ich für meine gesamte Kunst habe mehr zu bestücken, mit meinen gesammelten Werken, denn bisher herrscht dort noch gähnende Leere. Und daraus ergibst sich doch promt die Idee für ein weiteres Projekt, auf das ich mich jetzt schon tierisch freue. Endlich mal alle 1000millionen Ordner und Bilder sichten und die guten Bilder zu bearbeiten um sie endlich auch in eine Galerie integrieren zu können. Ich weiß gar nicht wie viel Tonnen Bildmaterial ich schon angehäuft habe, zum Glück sind sie nach Themen sortiert 🙂 Ich will sie schon seit Monaten bearbeiten, aber fange damit immer zwischen durch mal an, das macht überhaupt keinen Sinn. Sie nun als Projekt zu verstehen, ist direkt eine riesen Motivation, weil ich dann 30 Tage lang Zeit habe mich nur auf meine Fotos zu konzentrieren und ich jetzt schon weiß, dass das Ergebniss fantastisch sein wird :))) huiiiii

Ich fragte S. dann wie er denn die Zeit für die Fotografie findet, immerhin ist er ein Vollzeitkundenservicechef und muss jeden Tag auch noch 110km hin und her pendeln. Seine Antwort war tatsächlich, dass er oft sehr wenig schläft, außerdem liebt er die Fotografie und wie auf seinem Blog steht, liebt die Fotografie auch ihn. dafür schafft man es natürlich sich früh aus dem Bett zu hiefen 🙂 Nach dem ich letzte Nacht erst gegen 5.30Uhr eingeschlafen bin, heute aber schon wieder um 9:30 Uhr aufstand, weil ich einfach nciht mehr schlafen konnte, merke ich mal wieder, dass ich offentlich bei weitem nicht so viel Schlaf brauche, wie ich mir immer gönne. Nun ist die Frage, wie ich gegen 7Uhr aus dem Bett komme, das ist einfach nciht meine Zeit, oder soll ich doch die Nacht zum Tag machen und immer erst gegen 4 ins Bett gehen und gegen 10Uhr aufstehen????!!!  Man muss es ausprobieren 🙂
Desweiteren muss ich der Fotografie, Malerei und dem Grafikdesign die möglichkeit verschaffen sich in mich zu verlieben *g* irgendiwe süß. Es ist und bleibt ein Problem, dass ich mich nicht auf nur eine Sache einschießen kann. Wäre es nur die Fotografie, würde alles vielleicht schneller gehen. Aber die Versagensängste würden auch damit ungelöst bleiben.
Hmm brauche ich vielleicht ein Künstlerego à la Klaus Kinski:

???????????
Na ja ein gewissenn Maß an Selbstüberschätzung hat wahrscheinlich noch keinem Künstler geschadet.
Ich würde mir für mich wünschen, dass ich einfach nur an mich und meine Fähigkeiten glauben kann, diese Blockade endlich überwinde und alles frei fließen lassen kann ohne Angst zu haben, dass mich irgendjemand für bescheuert oder untalentiert halten könnte.

Wie ich zu einem neuen Projekt kam

Januar 25, 2011 § 2 Kommentare

Merke: wenn die Katze keinen Platz mehr auf deinem Schreibtisch findet um sich hinzulegen, ist der Schreibtisch zu voll und du solltest mal wieder aufräumen.

Mein nächstes 30 Tage Projekt wird auf jeden Fall Ordnung halten und Entrümpeln enthalten.
Des Weiteren steht für nächsten Monat Zeichnen und Malen lernen an, anhand des Büchleins welches ich mir geleistet habe.
Ein klassischer Fall von Fügung, wie ich finde. Wobei sich erst noch der Gehalt des Buches heraus stellen muss und ob es mich wirklich in einen Schaffensprozess bringt, der so automatisiert abläuft wie Fahrradfahren. *Träum* wäre das schööön.

Ach so, Fügung, da wollte ich drauf hinaus:
Gefunden habe ich das Buch durch einen Blogger, der seinerseits war auf der WordPress freshly pressed Seite verlinkt war und in seinem Artikel über Visualisierung, den Weg zur Kreativität und dem inneren Künstler sprach (How I Use Visualization To Drive Creativity)
Ich überflog den Artikel nur und landete bei seiner Buchempfehlung. Nach dem ich einige Rezensionen durchgelesen hatte begriff ich, dass es sich hier nicht um eines der stupiden Zeichenlernbücher handelt, von denen ich schon so viele zu Hause habe und noch viel mehr in der Hand hielt.
In diesem Buch geht es tatsächlich um die Funktion unseres Gehirns und unserer Psyche und wie man das Wissen über die Funktion dieser beiden dazu nutzen kann richtig Zeichnen und Malen zu Lernen.
Paaaading, wenn das nicht mal ne Fügung ist, wenn das nicht vielleicht genau das ist, was ich brauche um in die Malerei zu finden.
Und wenn das nicht mal wieder so ein Ding ist von dem ich hellauf begeistert bin nur um es dann irgendwann wieder schleifen zu lassen.
Mein Schatz will an dem Projekt teilnehmen, somit habe ich einen Mitstreiter und ich hoffe, dass wir beide dran bleiben und zusammen Spaß und Erfolg haben werden!!

Musen und müssen…Meditation und Malerei

Oktober 25, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Wow, was für eine Zeit, was für eine turbulente Zeit.

Seit Wochen bastel, schraube und werkel ich, weiß kaum mehr wo mir der Kopf steht, aber es ist gut, es tut gut und es fühlt sich so an, also wäre dies endlich der Start zum Aufbruch in eine neue Ära der Isa H.

Nur die Worte etwas Sinnhaftes zu alle dem zu schreiben fehlen.
Wie gerne würde ich Texte verfassen zu allem was mich so bewegt und umtreibt, aber auch dafür wird der Raum und Zeit kommen.
Ich glaube, wenn man auf seinem Weg gelandet ist, dann suchen sich die Ereignisse von ganz alleine ihre richtige Zeit und auch die Muse für bestimmte Dinge, wird sich melden.

Meine Muse der Malerei hat es umglaublich schwer, neben all dem Stress einen Zugang zu mir zu finden. Was aber hauptsächlich mit meinen Kassenjob zusammenhängt und weniger mit all den Aufträgen und Projekten, die ich nebenher habe.
Ein mal Urlaub, ein mal eine Woche nur an meinen Dingen gebastelt und schon steht sie vor mir, meine Muse und schreit nach Aufmerksamkeit.
Tja, was soll ich sagen, die Woche war dann halt vorbei, viel zu schnell. das Bad ist nur halb renoviert. Der Auftrag für die Behindertenwerkstatt nicht einmal begonnen und der Blog auch nicht weiter beschrieben.(Wieso müssen Katzen einem eigentlich ständig alles anlecken.. „nein Djego, die Kekse sind nicht gut für dich.“ „Aber, aber ich mag doch den Keks“..“ jaja“ „Und die Sojabologne.. die ähm.. ach nimm’s doch, ist vegan, das kannst du ruhig essen :))“

Jetzt müssen erst mal alle Aufträge z Ende gebracht werden. Flyer und Visitenkarten für Jaikaur sind fertig, Bilder für den Kalender der Behindertenwerkstatt fotografiert, bearbeitet und abgeben (warte nun nur noch auf die Rückmeldung, ob alles ok. ist), jetzt fehlt noch das CD-Cover, da warte ich aber auch auf Rückmeldung, sonst kann ichs ja nit fertig mache.. und dann steht das Portrait von meinem verstorbenen Opi für meine Omi an.
Ha, das ist ja Malerei.. so gesehen habe ich endlich mal wieder ein Projekt, welches mich an die Leinwand führt.

Vor einigen Monaten nun schon, kaufte ich mir ein Buch über Meditative Malerei. Mein Freund hatte es in einem Bücherladen entdeckt. ich hab’s mir nie wirklich durchgelesen. Bis zur letzten Woche..
Letztens erzählte ich noch der Dame, welche mich gerne für einen Malkurs in ihrer Zweigstelle hätte, dass es mir sehr wichtig ist, dass meine Kursbesucher, Ruhe bei mir finden, durchatmen können, die Seele baumeln lassen und sich bei mir aussprechen können. Sie nannte das ganze dann meditative Malerei.. und da fiel mir dieses Buch wieder ein.
Eine Übung brachte ich letzte Woche schon in meinem Kurs ein und gestern endlich hatte ich Zeit mich mal wirklich so langsam in die Materie ein zu lesen und was glaubt man da..?! Mir scheint als stünde da die Lösung für gleich zwei meiner schwersten Probleme direkt vor meiner Nase.
Ich würde mich gerne mit Hilfe von Meditation vertiefen können, meinen inneren Ruhepol finden, loslassen können, den Kopf frei bekommen… aber es klappt nicht. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass mich die Muse küsst und ich einen leichteren Zugang zur Malerei finde und es nicht immer in einen Kampf ausartet.
Und nun haben mich ein paar keine Fügungen zu diesen Buch und der Verbindung genau der beiden Felder geführt, die mir sehr wichtig in meinem Leben sind und vielleicht können die beiden sich so gut ergänzen, dass der eine dem anderen den Weg ebnet.

begegnungen

Oktober 5, 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

.. Samstag trafen wir uns mit einer guten Freundin um auf ihren Geburtstag anzustoßen und lernten dabei zwei Freunde von ihr kennen.
Wir waren und alle direkt symphatisch und kamen von einem tiefen Gespräch zum nächsten und schlugen zwischenzeitlich auch direkt mal ordentlich unter die Gürtellinie.

Was außerordentlich schön an diesem Treffen war und leicht in die Kategorien Fügung einzusortieren ist: die Gespräche kamen auf die Dauer, die ein Studium so mit sich bringt und die Schwierigkeiten und Schatz konnte sich beruhigen und motivieren, denn ein Langzeitstudent ohne Format ist er noch nicht und es bleibt noch genug Zeit um alles rauszureißen.
Er war Mediengestalter mit einem abgebrochenen ComputerVisualistik Studium. Schatz erzählte ihm einiges von und dann wollte er gar nicht mehr aufhören mir zu erklären wie InDesign funktioniert, gab mir Tips und Tricks an die Hand und machte mir das ganze richtig schmackhaft.
Vor mittlerweile gut einem Jahr hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Grafikerin, die mir die Chance bot kleine Aufträge für sie zu erledigen. Erstes Problem war: ich besaß damals noch keinen Mac und zweites ich habe immer noch keinen Plan von InDesign, womit ich allerdings arbeiten müsste. Den Mac habe ich mir mittlerweile zugelegt und eine LernDVD für besagtes Programm, nur das Chaos und die Motivation und die Angst haben mich bisher abgehalten in diese Richtung weiter zu gehen.
Ich denke dass dieser Abend ein Fingerzeig war, eine Motivation, die mir von irgendwoher gesandt wurde. Ich sollte das nicht so schnell vergessen und Taten folgen lassen

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan die Kategorie Fügungen auf Zeitrauschen.