Wortsalat und Chamäleon

März 19, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

… eine Geschichte aus dem Schreibsalong


Inspiriert durch den Schreibsalong am Donnertsag bei uns im Soulfood und ISSO trafen wir uns heute mit einigen lieben Freunden um gemeinsam den Federhalter zu schwingen und aus weißem Papier Geschichten zu formen.

Es sind so krass schöne Texte entstanden, da kommt so viel aus der Tiefe nach oben und alles durch kleine einfache Inspirierende Aufgaben. Bin so berührt von so viel wundervoller Schreibkraft und Poesie 😍 Bitte unbedingt noch mal mit euch alles ☺️!!!

Hier mein erster kleiner Text. Aufgabenstellung dazu steht unterm Text. Könnt ihr alle auch mal probieren 😉!

„Als am Morgen nach dem Erdbeben die ersten Sonnenstrahlen am Horizont flimmerten, wägte sich das Chamäleon in Sicherheit und räkelte sich genüsslich auf seiner Erdbeere.

Eine lange Reise hatte es an diesen Ort geführt. Hierher wo die Natur noch unberührt von Menschenhand in ihrer vollen Schönheit erblühte.

Im vollen Bewusstsein über sein herrlich grazil rot gefärbtes Erdbeerkleid begann das Chamäleon sein Heute zu planen…
Doch was war das? Nein. WER war das?

„Hey, du… ja du da oben. Du bist neu hier, oder? Du passt hier gar nicht rein. Zumindest habe ich einen wie dich noch nie hier gesehen.“

Ein Igel blickte freudig winkend zum Chamäleon auf.  „Ein Igel? Wo bin ich hier?“ Fragte sich das Chamäleon. „Und… verdammt, wieso kann er mich sehen?“

Nach und nach fiel der Schlaf und der Traum vom Chamäleon ab. Schärfer zeichneten sich die Umrisse der Realität, als es plötzlich einem Kind mit einem Eis in der Hand Gewahr wurde und davor… Gitterstäbe.“
 

Aufgabe war aus den Worten, die jemand aus unserer Runde, aus den Anfangsbuchstaben des Wortes „Schreiben“ gebildet hatte, einen Text zu schreiben. Zeit: 10min.

Meine Worte waren: 

Sicherheit, Chamäleons, Heute, Reise, Eis, Igel, Bewusstsein, Erdbeeren, Natur (und aus Erbeeren machte mein Kopf anscheinend auch noch ein Erdbeben 😁) 

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Numb

August 4, 2016 § 7 Kommentare

Es gibt Momente, in denen sehne ich mich so sehr danach schwach sein zu dürfen, mich wie ein zitterndes Kätzchen in den Schoss eines geliebten Menschen einrollen zu können, sanft gestreichelt, gehalten, aufgefangen, festgehalten an diesem Ort, an dem das Atmen wieder leichter wird, ich zur Ruhe kommen kann.

Ich fühle mich taub, verliere meine Verbindung, meine feinen Antennen quittieren ihren Dienst, ich bin irgendwie halb, oder durchsichtig für mich selbst und doch so erstarrt und rau, evtl ja wie dickes Glas, nicht wirklich zerbrechlich, aber durchscheinend und leer.

Ob das gut ist?

Gibt es etwas schlechtes in dieser Welt? Müssen wir werten?

Alles ist Lebendigkeit, alles ist Leben, alles ist hier um erlebt zu werden. Wobei ich sagen muss, dass ich mich nicht sonderlich lebendig fühle, ehr fremd.

Ich stolpre, falle, suche nach Halt, weine, steh auf und lache. Ganz schön verrückt, wenn man sich so selbst beobachtet.

Aber ist es nicht auch wunderschön? All das in einem einzigen Menschen, in einem einzigen Herzen, ein ganzes Universum an Nuancen, kleinste Perlen, tief vergraben und jetzt doch da.

Ist taub ein Gefühl? Wohl das unfühligste Gefühl welches ich kenne. Aber dieses emotional Getrenntsein von den Menschen, die ich liebe, von der Welt wie ich sie sonst kenne, zeigt mir wie reich sie doch generell ist, wie bunt und aufregend. Vielleicht kann ich hier selbst zur Ruhe kommen, mit mir, in der Mitte des Orkans, hier wo es plötzlich so ruhig ist, dass ich mich selbst kaum noch zu hören vermag…

„Where there is ruin. There is hope for a treasure.“
– Rumi

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Dankbar  |  Die große klaffende Freude.

Juli 30, 2016 § Ein Kommentar

Dankbar für alle euch, die ihr da seid, mir den Rücken stärkt, nachfragt, mir die Liebe und Stabilität gebt, in einer Zeit, in der etwas sehr großes plötzlich wegbricht.

So unendlich glücklich ich bin, so frei ich mich fühle, so sehr ich endlich aufatmen kann, das Gefühl habe endlich ich sein zu können zu dürfen, ohne dafür Rechenschaft ablegen zu müssen.
So sehr schmerzt es auch Abschied zu nehmen. Einer Familie Lebewohl sagen zu müssen, zu wissen nicht mehr Teil von ihr zu sein, nicht mehr jede Woche gemeinsam mit ihr sein zu können, nicht mehr all die lieben Begegnungen mit liebgewonnen Menschen zu haben, die mich bereicherten.
Dieses eine Lächeln, diese vielen Umarmungen, die geteilten Sorgen, die geschenkte Zuversicht  und das Augenzwinkern. Mich selbst verschenkend und dann wieder aufgefangen werden.
Diese eine Reise endet hier, ich gehe von Bord, lasse das Schiff ohne mich weiterziehen, kann noch hier und da Gast sein aber eben kein Teil mehr.
Ein wenig erschrocken bin ich, wie sehr es doch schmerzt, aber es ist auch schön, dass es schmerzt.
Es ist wundervoll einen solchen Schatz erlebt zu haben, aber er ist eben nur ein halber Schatz gewesen.
Zeit die Flügel vollkommen aufzuspannen und aus den vielen zaghaften Probeflügen nun einen richtigen Flug werden zu lassen und die Käfigtür nicht wieder zu verammeln um Sicherheit zu suchen, sondern diesen verdammten Käfig aufzugeben, abzustreifen, Lebewohl zu sagen, dankbar für den einstmaligen Schutz, erkennend dass er längst nicht mehr passt. Viel zu lange krallte ich mich an seine Gitterstäbe. Manchmal wusste ich nicht, ob ich mich an ihnen festhielt um Halt zu finden oder um sie mit Gewalt aufzureissen und zu entkommen.

Wie viele Leben haben wir?

Wie viel „Schutz“ brauchen wir?

Wie „allein“ sind wir wirklich?

Wie viele kleine Tode müssen wir sterben um  ganz zu werden?


DON’T WALK, DANCE!

Goodbye my Kuschelschlabberpulli von Gegenüber..

Januar 17, 2016 § Ein Kommentar

.. eine Gardinenaufhängaktion.

Was macht Frau so, wenn sie das schlechte Gewissen überkommt weil sie nicht zum Boxtraining gegangen ist?
Endlich mal die Fensterfront in Angriff.
Mein Nachbar von gegenüber wächst mir zwar schon langsam ans Herz, gesehen hatter nu eh schon alles, seinen Freund kenne ich auch bereits, wir haben uns gewunken, als ich splitterfaser nackt in meiner Kommode nach was zum Anziehen kramte. Also naja, eigentlich hat nur er gewunken und ich wohl ehr wie ein aufgescheuchtes Vögelchen geschaut.
Wie dem auch sei, da mein göttlicher Nachbar es bisher nicht einsah, mir auch mal mehr von sich zu zeigen, ich damit vorlieb nehmen muss, dass er lasziv  mit einer Tasse Kaffee (oder trinkst du Tee?) in seinem Balkonfesterrahmen steht, seine breiten Schultern umspielt von einem großen Schlabberpully, Gott ich steh auf Schlabberpullies.. wo war ich, also ich brauche Gardinen.
Echt mal, wie schwer kann das eigentlich sein?
Leider hab ich über meinen Fenstern so dämliche Rolladenkästen und die Decke an der Stelle besteht aus sowas wie Pappe?? Also nix mit Löcher bohren, Dübeln und ne ordentliche Stange aufhängen, wäre ja auch im Grunde viel zu einfach, wo bleibt denn da der ganze Spaß?
Schienen, ja die sind vorhanden, in der Decke, so ganz alt halt.
Also hab ich die Stadt und meine Bastel-Näh-Heimwerkerkisten durchsucht und genau EINE Sorte Aufhängeösen für Gardinenschienen gefunden. Die passen nicht.
Jesus, ich kaufte diese Gardienenstopper, in der Hoffnung dass sie irgendwie in die Schienen passen und ich an ihnen Schnüre befestigen kann, an denen ich meine Stangen festbinden könnte. Pustekuchen.
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Ich bekomm Hunger.. Ich bin denen sogar mit nem Messer zu Leibe gerückt um sie fachgerecht zu stutzen. Aber Schienen und Stopper, die wollten halt einfach nicht zusammen kommen. Also gab ich diese Paarvermittlung auch auf. Müsster halt alle zusehen wie ihr ohne einander klar kommt, man.
Sturrkopf sei Dank, hatte ich so gar keinen Bock das ganze Unterfangen an den Nagel zu hängen. Also Nagelkisten durchsuchen, iirgendwo hatten wir noch so dicke, weisse Haken UND einen Schlagbohrer. Na mit dir hätte ich ja mein Vergnügen gehabt, aber die Pappe an der Decke nicht.
Leider fand ich nur drei Haken, irgendwie doof bei zwei Stangen. Also das Endergebnis sieht jetzt auch ziemlich semi aus…
aber erst mal weiter im Text.
Ich balancierte auf dem schmalen Fensterbrett rum, schlang meine Arme in die Rollogurte, klebte irgendwie am Fenster und versuchte diese dämlichen Haken in die Pappe zu drehen, also eigentlich war die Pappe dämlich, die wollte nämlich nicht so recht, dass die Haken greifen, stattdessen bröselte sie mit in d die Augen, auf den Kopp, in den Ausschnitt.. ich tat meinem Nachbarn nicht den Gefallen diese letzte Aktion auch noch nackt zu machen, irgendwann reichts ja auch mel, ne?!
So Haken hingen.
Schnell noch an die Nähmaschine hocken und Bänder nähen aus dem tollen Stoff, den ich letztens ergattert habe.
Zwei Gardinenschals an eine ausziehbare Stange.
Stange an einem Ende mit nem Band an den Haken binden, auf dem aufgeklappten Fenster ablegen, zum anderen Haken klettern, an der Stange ziehen und merken, dass sie zu kurz ist, auseinander fällt, herabrieselnde Vorhänge betracchten, herausgerissenen Haken anstarren, nen Lachflash bekommen. Also noch mal von vorne. Ich hoffe du da gegenüber hast gerade auch deinen Spaß.
Gardienen hängen jetzt. Viel verdecken sie bisher noch nicht. Also kannst du weiter deinen Kaffee im Fensterrahmen trinken und ich mach halt weiterhin mein kleines Nachtlicht an um mir selbst einzureden, dass du mich dann eh nicht mehr sehen kannst.
Spaß hat übrigens mittlerweile auch mein Kater mit diesen Stopperteilen, die schleppt er mir nu ständig laut mauzend an und schmeißt sie mir vor die Füße, damit ich sie für ihn durch die Wohnung schieße.
Also, alle glücklich, glaub ich.

Gut nacht dann auch!

Hier noch die Beweissfotos. Ich sachs ja: schön geht anders, aber anders ging nich´:D

Ich bin nicht die anderen :D oder Fahradleuchtenerleuchtung

Januar 11, 2016 § 2 Kommentare

Da ist es, das Jahr 2016 und 10 Tage haben wir schon  🙂
Habt ihr euch etwas vorgenommen?
… ich mag kürzer treten, langsamer machen um damit wieder mehr ich zu sein, was prompt auch dazu führt, dass ich wieder schreiben kann.
Oh und: tu das was dich glücklich macht und verpass nicht wieder die Hälfte, weil du zu müde von der Arbeit bist.

Ich kann nicht gut schreiben wenn ich mich einfach nur hinsetze um zu Schreiben und schon gar nicht, wenn ich viel um die Ohren habe.
Gerade stehe ich in meiner Küche, brutzle mir aus den Resten meiner Schränke irgendetwas gesund Anmutendes, das Notebook auf meinem Wäscheständer und ich davor… so ein Stehpult hat was 🙂

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Katzenküchenschreibspaß 🙂

Katzenküchenschreibspaß 🙂

Die Gedanken fließen mir am leichtesten zu, wenn ich Musik höre und mich bewege.. Fahrradfahre, Aufräume, Koche, Spazierengehe, oder auch wenn ich einfach nur  so da auf meiner Couch rumsitze und gar nichts tue, voll die bereichernden Momente, nicht immer schön, wenn man gerade schmerzliche Zeiten durchmacht, aber die Art wie ich gerne bin.

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Veganfoodporn.. naja 😀

Veganfoodporn.. naja 😀

Das alles bringt mich immer und immer wieder zu der Frage:

„Was tust du da eigentlich, wenn du doch so genau weisst, was dir gut tut, wie du leben möchtest? Wieso nur machst du so oft das Gegenteil davon, wieso arbeitest du von einem Zusammenbruch zum nächsten…“ darüber kann ich nen ganzen eigenen Artikel schreiben. Schlussendlich sogar mal wieder die Essenz aus dem der Name „Zeitrauschen“ entstand 😉

Die Frage ist doch für WEN tue ich hier eigentlich WAS?
Ich weiss es gibt viele Künstler, Fotografen etc. die können das, die arbeiten 24/7 und sind dabei wahnsinnig kreativ, produktiv, anerkannt, erfolgreich und sehr sehr gut.
Aber ich bin einfach nicht die anderen und ich mag es auch nicht mehr versuchen, ich funktioniere so nicht. Jeder Mensch sollte seinen eigenen Weg in dieser Welt finden dürfen.
Es war Kant der all seine großen und kleinen Ideen auf endlosen Spaziergängen fand. Ich finde meine Kunst und meine Antworten nur in der Stille und vor allem aber finde ich nur dort MICH SELBST!!!
Nach so vielen Jahren Rumgestolper, Angst, Panik, Suchen, Sehnen, Fluchen, Schreien ist es das Schönste sich selbst zu sehen, mit sich selbst sein zu können, sich nicht mit all dem was diese Welt an Ablenkungsmanövern und Amüsement zu bieten hat von sich abgetrennt und stetig im Aussen zu befinden.
Manch einer wird sicher jetzt fragen:
“Ja und? Was ist denn dieses „Bei dir sein?“ Was bringt dir das? Wofür brauchst du das?“
Es bringt mir inneren Frieden, Freiheit und am Ende vielleicht die Gelassenheit nicht mehr auf alles vorgeprägt zu reagieren, nicht mehr überall seinem Senf dazu geben zu müssen, nicht auf Aufmerksamkeit und Gunst anderer angewiesen zu sein, sondern zu SEHEN was ist und in Ruhe Entscheidungen und Worte zu treffen.
Ich möchte alles was ich bin und tue nicht tun um dieser Gesellschaft gerecht zu werden, sprich Geld zu verdienen und erfolgreich zu sein „Nur wenn du etwas hast, bist du was!“

Ich habe mich!
Hier bitte schön :)!
Das ist es was ich geben kann und möchte.
Das mit dem Geld/Geldverdienen ist halt ne ziemlich dumme Sache.
Ich werde die Fotografie auch ganz sicher nicht aufgeben und auch für die Zeiten der Muse brauche ich Geld. Ich glaube unter ner Brücke mit trocken Brot zwischen den Zähnen lässt sich ne Muse auch nicht wirklich einladen…
Ich will damit nicht sagen, dass ich mich nur noch auf die faule Haut legen will, aber irgendwie ist einer der häufigsten Sätze , die ich höre:“Mensch Isa, du bist aber auch ständig auf Achse, kann sich nicht einfach mal jemand auf dich drauf setzen, damit du die Füße still hältst!?“
Ja kann jemand machen.. ich mach das jetzt :D!
Ich glaube wir sind nicht hier um ständig in Arbeit unter zu gehen, wir sind hier um zu Leben, uns gegenseitig zu bereichern, in Verbindung zu treten und wertvolle Zeit miteinander zu verbringen und vielleicht diese Welt zu einem schöneren Ort zu machen.
Und ja, genau das brauche ich auch für meine Fotografie 🙂

Ich überlege die ganze Zeit ob ich das hier überhaupt überlegen und posten sollte.
So öffentlich, mein Leben.
Aber ich mag mein Leben, meine Gedanken, meine Täler und Stolpersteine.
Caro sagte vor einer Weile zu mir:“Klar Isa, schreib darüber, schreib über dein Leben, über deine Ängste, es hilft anderen Menschen, trau dich!!“
Und schlussendlich habe ich doch genau aus diesem Grund vor einigen Jahren „Zeitrauschen“ (also diesen Blog) ins Leben gerufen.

Manchmal denke ich evtl bringt es ja wirklich dem ein oder anderen ein Lächeln, einen neuen Gedanken, Zuversicht :)…
aber ist es wirklich so?
Warum bloggen so viele Menschen, worüber bloggen sie, was bringt es anderen ihre Zeilen zu lesen?
Ich mag die persönlichen Blogs, direkt aus dem Leben.  Sie sind einfach inspirierend.
Und was ist schöner als anderen Inspiration sein zu können?!

So, mal sehen was es hier in diesen 10 ersten Tagen alles Schönes gab. Mir kommts grad schon wie ein ganzer Monat vor, so viel ist passiert.

Gehört | mein aktueller Lieblingssong. Das Gefühl welches er für mich transportiert ist so Isa 🙂 der Text passt für mich nicht so ganz.
Mein Song um mit ausgebreiteten Armen, der Nase im Wind auf meinem Fahrrad über die Strassen zu fliegen und das Leben einzuatmen! Er ist so schwebend und tragend mit einer winzigen Prise Melancholie.

Kennt ihr das, diese tief glücklichen Momente, die so sehr ins Herz treffen, dass sie einen weinen lassen möchten und man diesen winzigen Punkt da irgendwo in sich spürt, der weh tut und einem ausschweifende Bilder und Worte schenkt?! Das ist Leben 🙂

 

Gekocht | Hier eines meiner „Uh, ich hab irgendwie nix mehr zu Hause, mal sehen was wir da jetzt zusammengebastelt bekommen“ Gerichte 😀

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Minzspinat mit Zitronensojajoghurt

Veganer Minzspinat mit Zitronensojajoghurt

TK Spinat und daneben fanden sich noch tiefgekühlte Minzblätter, hmm ein Versuch wert. Vollkornreis fand sich auch noch und der Oberhammer oben drauf: Zitronensojajoghurt. Hey, in Indien isst man ständig Joghurt auf seinem Gemüse 😀 l
eichte Isaische Geschmacksentgleisung, aber ich fands megast lecker!!

Geknipst |
Kaaaatziiiiies ❤

 

Torben Fugger And The Van Men


Gebastelt | eines meiner Urlaubsfotos von Mallorca gepaart mit Rumi, einem ganz wundervollen Sufi, Mystiker und Dichter..

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Raise your words

 

Geschafft | Ich hatte schon Anfang Dezember meine facebookapp samt Massenger vom Handy geschmissen. Dummerweise fiel mir irgendwann ein, dass man über den Browser ja auch auf faceebook zu greifen kann…Hallo Selbstverarschung!!
Aber ich hab meinen Aufenthalt auf eben dieser nervigen Seite hier extrem reduziert und das ist sowas von entspannend..

Meine erste rote Boulderoute. Bääämerääääm 🙂 🙂 🙂 (also das ist Schwierigkeitsgrad im Kletterbreich 6a bis 6b+, oder für Unkletterer: es ist schwierig und für mich der nächste Grad an dem ich aktuell knabbre)

Gekauft| endlich mal Licht fürs Fahrrad.
Und dabei noch eine kleine Erleuchtung gehabt:
Ich fuhr nun wieder ein mal Monate lang ohne Licht, was dazu führte, dass ich sehr sehr achtsam fuhr, achtsam für mich und die anderen, die mich nicht sehen können (ich weiss, ganz dumm von mir!!).
(irgendwas stimmt hier grad nicht mit der Schrifftarbe.. bekomm ich grad net hin.. egal :D)

Nun mit dem Licht merkte ich, dass ich weniger aufmerksam wurde…
Ist es mit uns Menschen auch so?
Gehen wir davon aus, dass wir nicht gesehen werden, sind wir wachsamer, schauen genauer hin was mit den Menschen um uns geschieht, schauen wie wir gerade in das Gesamtgefüge passen, wie wir bewusst agieren können, nehmen bewusster wahr, sind achtsam und wach um wahrzunehmen ohne die Erwartung, dass sich die Welt um uns dreht, weil wir wissen, dass wir nur ein kleiner „Fahrradfahrer“ in der Dunkelheit des Lebens sind (das soll nicht düster klingen ;)!)
Desto mehr wir immer wieder im Mittelpunkt stehen, desto mehr Menschen wir kennen, desto mehr wir von allen möglichen Leuten gekannt, erkennt und gesehen werden, desto unachtsamer werden wir, desto mehr erwarten wir wirklich GESEHEN zu werden, desto größer werden die Erwartungen, die anderen mögen sehen was man braucht, erkennen was fehlt…??
Man ist so sehr im Aussen, dass man aufhört Selbstachtsamkeit zu üben und reifen zu lassen.
Es ist so wichtig in erster Linie sich selbst zu erkennen, zu spüren wer man ist, was mach braucht und Selsbstfürsorge zu tragen. Dann kann man viel freier strahlen. Das eigene Licht nutzen um sich selbst und andere zu bereichern, denn jeder hat seinen eigenen kleinen Kampf auszutragen und übersieht gerne mal was mit den anderen vor sich geht. Ein offenes Herz und ein offener Blick entsteht erst, wenn du bereit bist von Aussen nach Innen zu treten und von dort aus „erwachst“, die Welt wach wahrnimmst.

Gefreut | über so viel wunderbaren Zuspruch von Freunden, Fotografen, Musikern. Ich bin so durchflutet von Liebe, dass ich platzen möchte und so unendlich dankbar für die Menschen in meinem Leben, unseren Austausch, dafür was gerade einfach so immer wieder passiert:

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that’s fucking good life 😀

 

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Ohhhh Gottogott ❤ Das macht mich so umwerfend glücklich!!!

 

Getroffen | Meine liebste Jenny, direkt schon am ersten Tag des Jahres im wunderbaren Eifelblock (Boulderhalle). Nicht dass wir uns einen Tag vorher gesehen hätten, fielen wir uns doch wieder um den Hals als wäre es Monate her. Gibt es auf dieser Welt Schöneres als mit seinen Freunden so verbunden zu sein?
Meine liebe Lena und das auch noch direkt zwei Mal. Da hab ich sie doch einfach auf das sehr feine Konzert von Torben Fugger and the Van Men entführt und es damit endlich geschafft diese großartige Band wieder zu sehen nach dem ich all die letzen Konzerte verpasst habe. Das war die eins A Umsetzung meines Vorsatzes für dieses Jahr: tu das was dich glücklich macht und verpass nicht wieder die Hälfte, weil du zu müde von der Arbeit bist.
Und dann noch Samstags nach zwei 10 Stundenschichten in der Möbelmontage die Nacht durchgetanzt. Das wurd aber auch echt mal wieder Zeit. Bis auf die Kieferschmerzen, die Rippenschmerzen beim Lachen, dem blauen Fleck an der Hüfte vom wilden Pogen und dem stöhnenden Kater *lol* hat das echt mal gut getan 🙂
Ganz zufällig meinen engsten Schatz Jürgen, der mit Olli (unserem alten Mitbewohner.. viel, viel zu lange nicht mehr gesehen) im Starbucks saß, wo ich gerne alleine rumsitze und schreibe, plane, meine Auszeit nehme.
Und probt von Olli  wieder mal schöne Gedanken eingepflanzt bekommen und ne Buchempfehlung:

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So denken Millionäre

Wird ja wohl mal Zeit dass ich für meine Arbeit Geld nehme, oder :D?! Damit ich mir Zeit kaufen kann 😀

Geärgert | hab ich mich geärgert? Gerade ärger ich mich über meinen Kopf der nicht mehr recht funktionieren will und ziemlich Gedankenleer ist. Prinzipiell ne großartige Sache aber nicht wenn man schreiben will.
Geklickt, Gelesen, Gewünscht usw. hab ich auch so einiges, aber an dieser Stelle gibt mein Kopf nix mehr her.

Oh doch:
Gewünscht | dass ich dieses Jahr so weiter mache wie ich es begonnen habe. Ist schön so!

Wir sagen tschüss bis zum nächsten mal 😀
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Was ich mir wünsche? Das Glitzern in deinen Augen.

Februar 23, 2014 § 2 Kommentare

Ich tanze am liebsten in der Mitte,
umgeben von Menschen, mitten drin, schließe meine Augen, lasse die Musik durch mich gleiten, hinforttragen, ich atme sie ein, mein Körper atmet sie aus, wenn ich tanze bin ich. Um mich so viel Platz. Ich bin doch so klein, wieso macht ihr immer so viel Platz?

Was ist mit euch, die ihr da am Rand rumsteht, erst mal 10 Schnäpse braucht um tanzen zu können, was ist mit euch die ihr mich ansprecht, mir sagt, dass ihr leichte Opfer für Singlefrauen seit? Seh ich tatsächlich so aus, als wolle ich ein Opfer haben? Ihr starrt mich an, stundenlang, tanzt mich an, grabscht mich an. Steht da irgendwo „bitte berühren“ drauf?
Wisst ihr was schön ist an mir?
Es ist nicht dieser schwarze 5 Euro Fummel mit den weißen Punkten, nicht die zerrissene Netzstrumpfhose, es sind nicht die roten Lippen, die Löckchen, die schwarzen Pumps. Es ist das Strahlen in meinen Augen, mein Grinsen, meine Ausgelassenheit. Bin ich betrunken? Ja trunken von Musik und Leben. Wisst ihr, dass euch genau das fehlt, dass ihr euch genau danach sehnt?

Was ich mir wünsche?
Das Glitzern in deinen Augen.

Deine Ausgelassenheit, deine Freude am puren Sein. Deine Freude an dir selbst, weil du hier bist, weil du Spaß hast mit dem was du tust, was du bist, weil du frei bist von Erwartungen, weil du nicht auf der Suche bist, weil du kein Opfer bist, weil du nicht das Gefühl hast nicht leben zu können ohne die Nächste abzuschleppen.
Ich möchte mit dir glitzern, ausgelassen sein, frei sein, ohne Zwang.
Wo ist das Glitzern in euren Augen? Wo seit ihr? Wisst ihr das denn nicht?
Ich gehe nach Hause, wieder allein, wie immer.

Ich möchte nicht verurteilen, ihr habt alle eure Geschichte, ihr sollt so sein, wie ihr es hinbekommt. Aber ihr seit nicht für mich.
Ich hab auch keine Lust mehr zu allen von euch nett zu sein, meine Sozialhilfe anzubieten, euch zu erklären. Ein Handschlag, ein Name, der mir in mein Ohr geflüstert wird, ein Arm der sich um mich legt und eine Hand, die auf meinen Hintern gleitet. Ich hab keine Lust mehr nett zu sein. Ich weise dich zurück, vielleicht etwas zu barsch, frage dich ob du wirklich glaubst, dass das der richtige Weg sei eine Frau zu erobern. Dir fällt nach all der Zeit dein Lachen aus dem Gesicht, du traust dich nicht mehr zu tanzen.
Tut mir das leid? Nein, sorry.
Verdammt, könnt ihr euch vielleicht einfach mal vernünftig artikulieren, Respekt zollen, für den Menschen, den ihr zwar nicht kennt, offensichtlich aber gerne kennen lernen möchtet? Freut mich, dass ihr den Mut aufbringt euren Mund zu öffnen, aber auf verschwommenes Schnapsgeblubber hab ich  keine Lust mehr.

Schenk mir doch einfach dein Glitzern, zeig mir, dass du glücklich bist, dann sag ich gerne „Hallo“ zu dir, dann können wir tanzen, zusammen und allein, lachen, sein und genießen.

Genesis – Land Of Confusion

 

Wir Zwei ♥

Februar 1, 2014 § Ein Kommentar

Wir Zwei.

Es gibt kaum etwas, was mir so viel bedeutet wie du und kaum ein Wissen, welches so schwer wiegt, wie die Gewissheit, dass wir zwei zusammen einfach nicht funktionieren.

Ich liege in meinem Bett, das Kissen tränengetränkt.
Ich vermisse diese Momente mit dir. Diese Momente in denen wir einfach nur gelacht haben, uns völlig albern durch die Wohnung jagten, uns in den übelsten Dialekten den großartigsten Schwachsinn um die Ohren pfefferten, wir kaum noch Luft bekamen und wir uns einfach nur zusammen mit unserer Verrücktheit amüsierten.
Diese Momente in denen wir ganze Tischrunden zum Lachen brachten, weil wir einfach nur WIR waren.
Wir hatten diese Momente!

Du hast mich aufgesammelt, meine Scherben sortiert und sie mit mir gemeinsam zu einem wunderschönem Mosaik zusammengesetzt.
Und dann hattest du Angst ich könnte wieder zerbrechen. Wenn ich Angst hatte zu springen, bist du für mich gesprungen. Wenn ich Angst hatte meine Flügel auszubreiten, hast du sie mir gestützt und wenn ich genug von dieser Welt hatte, hast du deine warmen Arme schützend um mich gelegt.
Aber ich möchte richtig fliegen können, ohne Stützkrücken, mich selbst in den Abgrund stürzen und sehen was passiert und wenn mir diese Welt zu viel wird, dann möchte ich selbst mir ein Zufluchtsort sein können, an dem ich Ruhe finde.

Ich hab dich aufgelesen, dich aus deiner digitalen Parallelwelt gezerrt, dir  neue aufregende Welten gezeigt.
Ich wollte nur, dass du deinen Träumen folgst, egal was du tust, aber tu es doch einfach.
Wenn du nicht konntest und gefallen bist, dann stand ich da und trieb dich an.
Ich wollte, dass du selbst dir deine Stütze bist. Ich konnte sie nicht ertragen, diese schillernd bunten , großartigen Flügel, die schlaff und ungenutzt an dir herunterhingen. Du wolltest sie einfach nicht aufspannen und mir brach es das Herz.
Du brauchtest jemanden, der dich in den Arm nimmt. Ich wollte, dass du allein laufen lernst, aus eigener Kraft.
Wie gerne würde ich dich jetzt in meine Arme nehmen, dir sagen, dass ich an dich glaube und alles gut wird.

Mein Kissen, tränennass.
Es tut gar nicht so sehr weh, es wiegt nur 1000 Meilen schwer, dieses Wissen, dass wir zwei zusammen einfach nicht funktionieren und dass wir ohne einander viel besser laufen können.

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